Einen Blogartikel für Google optimieren heisst, ihn nach dem Schreiben in fester Reihenfolge zu prüfen: Frage im Titel, Antwort in den ersten Sätzen, Zwischentitel pro Teilfrage, zwei bis vier interne Links, ein FAQ-Abschnitt, beschreibende Alt-Texte und ein Seitentitel mit Description. Keyword-Dichte zu zählen bringt dagegen nichts, Google wertet Inhalte nach Nutzen, nicht nach Häufigkeit eines Begriffs.
Der Text ist geschrieben, die Datei liegt im CMS, und jetzt kommt der Teil, den die meisten überspringen: die Prüfung vor dem Veröffentlichen. Sie dauert eine Viertelstunde und entscheidet oft darüber, ob der Beitrag in drei Monaten Besucher bringt oder in der Kategorie «Aktuelles» versandet. Die folgende Liste ist bewusst in dieser Reihenfolge aufgebaut, vom Wichtigsten zum Feinschliff.
1. Steht die Suchfrage im Titel?
Der Titel muss die Frage enthalten, die jemand bei Google eintippt, in dessen Worten. «Neues aus der Werkstatt» findet niemand. «Was kostet ein Einbauschrank nach Mass?» findet, wer genau das wissen will. Prüfen Sie: Würde ich diese Überschrift so als Suchanfrage eingeben? Wenn nicht, umformulieren. Wer mit einem Briefing arbeitet, hat diese Frage schon vor dem Schreiben festgelegt; der Ablauf dazu steht unter Blogartikel mit KI schreiben.
2. Kommt die Antwort in den ersten drei Sätzen?
Scrollen Sie zum Anfang. Steht dort eine Einleitung über die Bedeutung des Themas, löschen Sie sie. Der erste Absatz beantwortet die Frage aus dem Titel so knapp, dass er allein zitierfähig wäre. Alles Weitere, Herleitung, Ausnahmen, Beispiele, folgt danach. Google zeigt genau diesen Absatz gern als Snippet, und wer die Antwort oben findet, liest eher weiter als jemand, der sie suchen muss.
3. Trägt jeder Zwischentitel eine Teilfrage?
Zwischentitel sind keine Dekoration, sie sind das Inhaltsverzeichnis für Leser und Suchmaschine. Prüfen Sie jede Überschrift: Sagt sie, was der Abschnitt beantwortet? «Weitere Aspekte» sagt nichts. «Was die Förderung im Thurgau übernimmt» sagt alles. Nutzen Sie nur die Ebenen H2 und H3, in logischer Reihenfolge, ohne Sprünge. Ein Abschnitt pro Teilfrage, nicht länger als rund 150 Wörter, sonst teilen.
4. Sind zwei bis vier interne Links gesetzt?
Jeder Beitrag braucht Links in beide Richtungen. Vom neuen Beitrag aus: mindestens ein Link zur passenden Leistungsseite und ein bis drei Links zu verwandten Beiträgen, jeweils mit einem Ankertext, der das Ziel beschreibt. Zum neuen Beitrag hin: aus mindestens einem älteren Beitrag einen Link setzen, sonst bleibt die neue Seite ohne Gewicht. Wie das Gewicht zwischen Seiten fliesst, erklärt die Seite zur internen Verlinkung.
5. Gibt es einen FAQ-Abschnitt mit echten Rückfragen?
Drei bis fünf Fragen, die jemand nach dem Lesen tatsächlich noch hätte: «Gilt das auch bei Mietwohnungen?», «Was, wenn die Fassade Risse hat?». Jede Antwort in zwei bis vier Sätzen, ohne den Haupttext zu wiederholen. Die Fragen bedienen Suchanfragen, die für einen eigenen Beitrag zu klein sind, und liefern Google weitere Formulierungen zum selben Thema.
6. Haben die Bilder Alt-Texte und sprechende Dateinamen?
Jedes Bild bekommt einen Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist: «Einbauschrank in Eiche unter einer Dachschräge», nicht «Bild1» und nicht eine Keyword-Reihe. Der Dateiname sollte dasselbe in Kurzform sagen. Prüfen Sie zusätzlich die Dateigrösse; ein Foto von mehreren Megabyte bremst die ganze Seite. Details stehen unter Bilder-SEO.
7. Stimmen Seitentitel, Description und Adresse?
Der Seitentitel (Title-Tag) darf vom Blogtitel abweichen: kürzer, mit dem Suchbegriff vorne. Die Description beantwortet in zwei Sätzen, was der Beitrag bringt. Die Adresse (URL) ist kurz und besteht aus den drei bis fünf Wörtern der Frage, ohne Datum und ohne Füllwörter. Formeln und Beispiele dazu finden Sie unter Seitentitel und Meta-Description.
8. Ist das Datum ehrlich und die Kategorie gesetzt?
Veröffentlichungsdatum sichtbar, Kategorie passend, keine zehn Tags. Wenn Sie den Beitrag später aktualisieren, ändern Sie das Datum nur, wenn sich inhaltlich wirklich etwas geändert hat.
Die Prüfliste auf einen Blick
| Schritt | Prüffrage | Wo erledigt |
|---|---|---|
| Titel | Würde ich das so bei Google eingeben? | Überschrift |
| Antwort | Beantworten die ersten drei Sätze die Frage? | Erster Absatz |
| Zwischentitel | Sagt jede Überschrift, was der Abschnitt klärt? | H2 und H3 |
| Interne Links | Zwei bis vier hinaus, mindestens einer herein? | Text, ältere Beiträge |
| FAQ | Drei bis fünf echte Rückfragen? | Ende des Beitrags |
| Bilder | Alt-Text, Dateiname, Grösse? | Medienbibliothek |
| Meta | Seitentitel, Description, URL? | Seiteneinstellungen |
| Datum, Kategorie | Ehrlich und eindeutig? | Seiteneinstellungen |
Was Sie getrost weglassen
Die Keyword-Dichte zählen. Diese Kennzahl stammt aus einer Zeit, in der Suchmaschinen Wörter zählten. Google bewertet heute, ob eine Seite die Frage nützlich beantwortet, und sagt in den eigenen Richtlinien ausdrücklich, dass für Suchmaschinen geschriebene Texte das Gegenteil erreichen. Ebenso verzichtbar: Begriffe fett markieren, damit Google sie «sieht», Tag-Wolken, Schlüsselwörter in der Meta-Keywords-Angabe (Google ignoriert sie seit Jahren) und das Ziel, eine bestimmte Wortzahl zu erreichen. Wer sich fragt, ob der Text als KI-Text erkannt und abgestraft wird: Google straft KI-Texte nicht pauschal ab, sondern nutzlose Texte, egal von wem.
Was Sie daraus machen
Drucken Sie die Tabelle aus oder legen Sie sie als Vorlage im CMS ab und gehen Sie jeden Beitrag vor dem Klick auf «Veröffentlichen» durch. Wer mehrere Beiträge pro Woche publiziert, lagert die Punkte 3 bis 7 am besten an das System aus, das die Texte liefert: BlogPilot etwa erstellt Zwischentitel, FAQ-Abschnitt und interne Verlinkung bereits im Beitrag, die redaktionelle Prüfung der Aussagen bleibt beim Betrieb. Für die inhaltliche Prüfung, ob Zahlen, Namen und Aussagen stimmen, gibt es eine eigene Checkliste vor der Freigabe.
Häufige Fragen
Wie oft soll das Keyword im Blogartikel vorkommen?
Es gibt keine Zielzahl. Der Begriff gehört in Titel, Hauptüberschrift, in die ersten Sätze und dort in den Text, wo er sich natürlich ergibt. Wer zählt, schreibt meist schlechter, weil der Text um den Begriff herum gebaut wird statt um die Frage. Synonyme und verwandte Begriffe helfen Google mehr als Wiederholungen.
Soll ich den Artikel vor oder nach dem Schreiben optimieren?
Beides, aber verschiedene Dinge. Vor dem Schreiben legen Sie Suchfrage, Absicht und Gliederung fest. Nach dem Schreiben prüfen Sie Struktur, Links, FAQ und Meta-Angaben mit dieser Liste. Wer während des Schreibens optimiert, verliert den Faden und den Leser.
Zählt die Optimierung auch für KI-Texte?
Ja, die Liste gilt unabhängig davon, wer den Text geschrieben hat. Google bewertet laut eigener Aussage den Nutzen eines Textes, nicht die Herkunft. KI-Texte brauchen die Prüfung eher noch dringender, weil sie oft eine lange Einleitung vor die Antwort setzen und interne Links vergessen.
Wie lange dauert die Prüfung pro Beitrag?
Mit etwas Übung 15 bis 20 Minuten. Am längsten dauern die internen Links, weil Sie dafür passende ältere Beiträge suchen und dort einen Link zurück setzen. Wer eine Liste aller Beiträge mit Thema und Adresse führt, ist in zehn Minuten durch.