Blog für Handwerksbetriebe: warum Preisfragen die besten Beiträge sind

Stand 22. Oktober 2026 · 5 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Die besten Blogbeiträge eines Handwerksbetriebs beantworten die Frage, die jeder Kunde vor der Offerte googelt: Was kostet das? Dazu kommen drei weitere Fragen, die in jedem Gewerk gleich sind: Wie lange dauert es, welche Bewilligung braucht es, und wann im Jahr ist der richtige Zeitpunkt. Wer diese vier Fragen für seine Leistungen mit eigenen Spannen und Erfahrungswerten beantwortet, bekommt Anfragen von Kunden, die wissen, was sie erwartet.

Es gibt eine Frage, die jeder Handwerksbetrieb jeden Tag am Telefon hört und auf der Website fast nie beantwortet: Was kostet das? Der Grund ist verständlich, jeder Auftrag ist anders. Die Folge ist trotzdem teuer: Der Kunde googelt die Frage, findet eine Antwort auf einer Vergleichsplattform oder bei einem Betrieb aus einem anderen Kanton und ruft mit einer falschen Vorstellung an, oder gar nicht. Ein Blog, der mit Preisfragen beginnt, dreht das um.

Das gemeinsame Muster aller Gewerke

Ob Elektro, Sanitär, Malerei oder Gartenbau: Vor jedem Auftrag stellt der Kunde vier Fragen in derselben Reihenfolge. Jede davon ist eine Beitragsart.

FrageWarum sie gestellt wirdWas Ihr Beitrag liefert
Was kostet es?Der Kunde will wissen, ob das Vorhaben ins Budget passt, bevor er sich blamiertSpanne, Treiber, Beispielrechnung, Stand-Datum
Wie lange dauert es?Er muss planen: Ferien, Umzug, Mieter, GästeDauer pro Phase, was sie verlängert, Vorlaufzeit bis Terminstart
Welche Bewilligung braucht es?Er fürchtet, etwas falsch zu machen oder einen Nachbarn zu verärgernWas bewilligungspflichtig ist, wer das klärt, wie lange das dauert
Wann ist der richtige Zeitpunkt?Er will nicht im Januar die Fassade streichen lassenSaison, Vorlauf, was in der Nebensaison günstiger geht

Die Preisfrage steht nicht zufällig an erster Stelle. Sie wird am häufigsten gesucht, am seltensten beantwortet und entscheidet darüber, ob die Anfrage überhaupt kommt. Was für Dienstleister allgemein gilt, steht unter AEO für Dienstleister; hier geht es um die Handwerksfassung.

20 Themen, die in jedem Gewerk funktionieren

Die Fragen sind so formuliert, dass Sie nur Ihre Leistung einsetzen müssen. Fünf pro Fragetyp.

Kosten

  1. Was kostet [Leistung] im Einfamilienhaus, und wovon hängt der Preis ab?
  2. Beispielrechnung: was eine typische [Leistung] bei uns kostet, Posten für Posten
  3. Warum zwei Offerten für dieselbe Arbeit um die Hälfte auseinanderliegen können
  4. Stundensatz oder Pauschale: wie wir abrechnen und warum
  5. Welche Förderbeiträge es für [Leistung] gibt und wer sie beantragt

Dauer

  1. Wie lange dauert [Leistung] von der Offerte bis zur Abnahme?
  2. Wie weit im Voraus muss ich [Leistung] buchen?
  3. Was verzögert eine Baustelle am häufigsten, und wie vermeiden wir das?
  4. Können wir während der Arbeiten im Haus wohnen bleiben?
  5. Notfall am Wochenende: wie schnell ist jemand da, und was kostet das zusätzlich?

Bewilligungen und Vorschriften

  1. Brauche ich für [Leistung] eine Baubewilligung, und wer holt sie ein?
  2. Welche Vorschriften gelten für [Leistung] im Altbau?
  3. Was muss ich als Eigentümer der Gemeinde oder dem Nachbarn melden?
  4. Was passiert, wenn ohne Bewilligung gebaut wurde?
  5. Welche Nachweise und Protokolle bekomme ich nach der Abnahme?

Saison und Zeitpunkt

  1. Wann im Jahr ist die beste Zeit für [Leistung]?
  2. Was lässt sich im Winter erledigen, was nicht?
  3. Warum sich die Planung im Herbst für den Frühling lohnt
  4. Welche Wartung steht wann im Jahr an?
  5. Wie bereite ich [Objekt] auf den Winter vor?

Für die einzelnen Gewerke gibt es ausgearbeitete Listen: Blog für Schreinereien nach Projektart, Blog für Elektriker von Ladestation bis Solar, Blog für Sanitär und Heizung rund um Wärmepumpe und Bad, Blog für Malerbetriebe und Blog für Gartenbau mit Saisonthemen.

Beispielbeitrag, skizziert: «Was kostet eine Wallbox mit Installation?»

So sieht ein Preisbeitrag eines Elektrobetriebs aus, in Stichworten. Die Zahlen sind Platzhalter; im echten Beitrag stehen die Werte aus Ihrer Kalkulation.

  1. Titel: Was kostet eine Wallbox mit Installation im Einfamilienhaus?
  2. Kurzantwort: «Eine Wallbox mit Installation kostet bei uns zwischen X und Y Franken. Der grösste Posten ist nicht das Gerät, sondern die Leitung vom Sicherungskasten zum Parkplatz. Ein Lastmanagement für mehrere Fahrzeuge kommt dazu.»
  3. Die Treiber als Tabelle: Gerät (einfach bis vernetzt), Leitungslänge und Verlegeart, Anpassung am Sicherungskasten, Lastmanagement, Meldung beim Netzbetreiber. Je Zeile: was es ist, was es ungefähr ausmacht.
  4. Beispielrechnung: «Beispielrechnung: Einfamilienhaus in Amriswil, Garage angebaut, 12 Meter Leitung aufputz, Standardgerät ohne Lastmanagement: …»
  5. Dauer: ein halber bis ein Tag vor Ort, zwei bis vier Wochen Vorlauf für Material und Meldung.
  6. Bewilligung: Was dem Netzbetreiber gemeldet werden muss, wer das macht, was es kostet. Allgemein gehalten, mit Hinweis auf den lokalen Netzbetreiber.
  7. Saison: Warum die Nachfrage im Herbst steigt und sich die Planung im Sommer lohnt.
  8. Was nicht enthalten ist: Tiefbau, Durchbrüche, Mehrfamilienhaus mit Grundinstallation.
  9. Drei Anschlussfragen: Brauche ich eine Wallbox oder reicht die Steckdose? Welche Förderung gibt es im Kanton? Kann ich die Wallbox später auf mehr Leistung umrüsten?
  10. Stand, Autor, Gemeinden, in denen der Betrieb installiert.

Rund 800 Wörter, eine Tabelle, ein Foto der letzten Installation. Der Beitrag beantwortet die Preisfrage, die Dauerfrage, die Bewilligungsfrage und die Saisonfrage in einem, und genau deshalb wird er gelesen.

Warum Preisfragen die besten Beiträge sind

Drei Gründe, die über Suchvolumen hinausgehen:

  • Sie sortieren Anfragen vor. Wer die Spanne kennt und trotzdem anruft, hat das Budget. Die Stunde Beratung beim Kunden, der sich die Arbeit nicht leisten kann, fällt weg.
  • Sie bauen Vertrauen vor dem ersten Kontakt. Ein Betrieb, der Preise erklärt, hat nichts zu verstecken. Das ist das Signal, das Empfehlungen sonst liefern.
  • Sie sind die Beiträge, die KI-Systeme zitieren. Fragt jemand ChatGPT oder Perplexity nach den Kosten einer Wallbox in der Ostschweiz, braucht das Modell eine Quelle mit einer konkreten, datierten Spanne. Die allgemeine Beschreibung eines Mitbewerbers taugt dafür nicht; Ihr Beitrag mit Beispielrechnung schon.

Ob sich ein Firmenblog für einen Handwerksbetrieb grundsätzlich lohnt, hängt von der Auftragslage und der Region ab; die Abwägung steht unter Lohnt sich ein Firmenblog?. Wer die 20 Themen nicht selbst schreiben will, braucht ein System, das die Fragen aus echten Suchanfragen der Region ableitet und die Beiträge zur Freigabe vorlegt; BlogPilot ist auf genau diesen Ablauf gebaut, mit Ihren Spannen und Ihren Fotos. Die erste Preisspanne müssen Sie aber in jedem Fall selbst festlegen. Das ist die Stunde Arbeit, die den ganzen Blog trägt.

Häufige Fragen

Ziehe ich mit Preisangaben nicht nur Schnäppchenjäger an?

Das Gegenteil ist der Fall. Wer eine ehrliche Spanne mit ihren Treibern liest, weiss vor dem Anruf, ob das Budget reicht. Die Anfragen, die danach kommen, sind besser vorbereitet, und die Vergleiche mit dem billigsten Anbieter fallen weg, weil der Kunde die Unterschiede versteht.

Meine Preise ändern sich jedes Jahr. Muss ich dann jeden Beitrag anpassen?

Einmal im Jahr, ja. Deshalb trägt jeder Preisbeitrag ein Stand-Datum und steht im Redaktionsplan als Aktualisierung im Januar. Das ist weniger Arbeit, als es klingt: Meist ändern sich nur die Zahlen in der Tabelle, der Rest bleibt.

Lohnt sich ein Blog für einen Betrieb mit drei Leuten?

Gerade dort, weil der Inhaber nicht gleichzeitig telefonieren und auf dem Dach stehen kann. Ein Beitrag beantwortet die Preisfrage, die sonst zwanzigmal pro Woche am Telefon gestellt wird. Wichtig ist nur, dass die Beiträge regelmässig kommen, auch in der Hochsaison.

Was ist mit Themen, die alle Mitbewerber auch haben?

Die Frage ist dieselbe, die Antwort nicht. Ihre Spanne, Ihre Dauer, Ihre Gemeinden, Ihre Fotos: Das hat kein Mitbewerber. Ein Beitrag, der nur wiedergibt, was im Netz steht, bringt nichts; einer mit eigenen Angaben wird gelesen und zitiert.

Quellen

Marco Schulz · Gründer BlogPilot, Kreuzlingen · schreibt seit 2023 über Sichtbarkeit in Google und KI-Suche

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