Blog für Malerbetriebe: 20 Themen, die Auftraggeber vor der Offerte lesen

Stand 22. Oktober 2026 · 4 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Maler-Marketing im Blog beantwortet die Fragen, die Auftraggeber vor der Offerte googeln: Was kostet ein Zimmer streichen, welche Farbe passt in den Nordraum, muss ich bei Auszug die Wände streichen, wie wird Schimmel richtig behandelt. 20 solche Themen, mit Preisspannen aus eigenen Aufträgen und Vorher-nachher-Bildern, machen einen Malerbetrieb in seiner Region zur ersten Adresse.

Bevor jemand einen Maler anruft, will er zwei Dinge wissen: Was das ungefähr kostet und ob er es nicht selbst machen könnte. Beide Fragen stellt er Google, nicht dem Maler. Ein Blog, der sie ehrlich beantwortet, bringt genau die Leser auf die Website, die kurz vor der Offertanfrage stehen. Welche Themen das sind und wie man sie so schreibt, dass daraus Aufträge werden, zeigt diese Seite.

Kostenfragen zuerst

Für Malerbetriebe gibt es ein klares Muster: Die meistgesuchten Fragen beginnen mit «Was kostet». Zimmer streichen, Fassade, Decke, Tapete entfernen. Wer darauf mit «fragen Sie uns an» antwortet, verliert den Leser an den Betrieb, der eine Spanne nennt. Die Spanne kommt aus den eigenen Aufträgen der letzten zwölf Monate und wird mit den Faktoren erklärt, die sie bewegen: Untergrund, Anzahl Anstriche, Abkleben, Höhe. Warum das für alle Handwerksbetriebe gilt, steht im Beitrag Blog für Handwerksbetriebe.

20 Themen, nach Anlass gruppiert

Kosten und Ablauf

  1. Was kostet es, ein Zimmer streichen zu lassen? Preisspanne pro Quadratmeter Wandfläche, mit den Faktoren, die den Preis verändern.
  2. Was kostet ein Fassadenanstrich am Einfamilienhaus? Mit Gerüst, Vorarbeiten und Wetterabhängigkeit.
  3. Decke streichen: Warum es mehr kostet als die Wand und wie man den Aufwand klein hält.
  4. Wie lange dauert es, eine Wohnung komplett zu streichen? Dauer je Zimmerzahl, als Beispielrechnung.
  5. Malerofferte verstehen: Was Positionen wie «Abdecken», «Grundieren» und «zwei Anstriche» bedeuten.

Farbe wählen

  1. Welche Wandfarbe für einen Raum mit Nordfenster? Mit Beispielen aus eigenen Aufträgen.
  2. Weiss ist nicht gleich Weiss: Die drei häufigsten Weisstöne und wo sie wirken.
  3. Farbmuster richtig prüfen: Warum die Farbkarte im Laden lügt und wie man an der Wand testet.
  4. Akzentwand: Welche Wand, welche Farbe, und wann man es lässt.
  5. Matt, seidenmatt oder glänzend: Welcher Glanzgrad in Küche, Bad und Wohnzimmer.

Fassade und Aussen

  1. Wann muss eine Fassade neu gestrichen werden? Zeichen wie Kreiden, Risse, Algen.
  2. Algen und Moos an der Nordfassade: Ursache, Reinigung, vorbeugender Anstrich.
  3. Fassadenfarbe und Gemeinde: Wo es Vorgaben gibt und wie man sie vorher abklärt.
  4. Holzfassade streichen oder ölen: Was länger hält und was wie oft wiederholt werden muss.

Schimmel und Feuchtigkeit

  1. Schimmel an der Wand: Überstreichen hilft nicht, und was stattdessen zu tun ist.
  2. Schimmel nach dem Streichen wieder da: Die drei häufigsten Ursachen.
  3. Feuchter Keller streichen: Welche Farbe atmet und welche Schäden verdeckt.

Mietwohnung und Auszug

  1. Muss ich bei Auszug die Wände streichen? Was im Mietrecht als normale Abnutzung gilt und was nicht, mit Hinweis, dass der Einzelfall vom Vermieter und bei Streit von der Schlichtungsbehörde beurteilt wird.
  2. Bunte Wand in der Mietwohnung: Wie viele Anstriche es braucht, bis sie wieder weiss ist.
  3. Vor dem Einzug streichen lassen: Was in drei Tagen zwischen Übergabe und Umzug möglich ist.

Vorher-nachher-Bilder: das stärkste Argument

Kein Text zeigt so gut, was ein Maler kann, wie das Bild derselben Wand vor und nach dem Anstrich. Für den Blog heisst das: Jeder Beitrag bekommt mindestens ein Bildpaar aus einem eigenen Auftrag. Drei Regeln dafür:

  • Gleicher Standort, gleiche Perspektive, möglichst gleiches Licht. Sonst wirkt es wie zwei verschiedene Räume.
  • Einverständnis des Kunden einholen und keine Adresse, keine Hausnummer, keine persönlichen Gegenstände im Bild.
  • Dateiname und Alt-Text beschreiben, was zu sehen ist: «wohnzimmer-vorher-altrosa-kreuzlingen.jpg» statt «IMG_4312.jpg». Google liest Dateiname und Alt-Text, das Foto allein sagt der Suchmaschine nichts.

Wie Bilder so aufbereitet werden, dass sie die Seite nicht verlangsamen und in der Bildersuche erscheinen, erklärt der Beitrag Bilder-SEO.

Region: wo Sie arbeiten, gehört in den Beitrag

«Fassade streichen» wird schweizweit gesucht, «Fassade streichen Weinfelden» von Leuten, die eine Offerte wollen. Der Ortsbezug gehört in den Titel und einmal in den Text, dort, wo er inhaltlich etwas erklärt: die Altbauten in der Altstadt, die Wetterseite am See, die Gestaltungsvorgaben einer Gemeinde. Wer in mehreren Gemeinden arbeitet, nennt die Region und wechselt die Beispielorte von Beitrag zu Beitrag.

Vom Thema zum Rhythmus

PhaseBeiträgeZiel
Woche 1 bis 4Zwei Kostenfragen, eine Schimmelfrage, eine AuszugsfrageSchnell Beiträge mit klarer Suchabsicht
Woche 5 bis 12Farbwahl, Fassade, AblaufThemen, die zeigen, dass Sie beraten können
Ab Woche 13Restliche Liste plus Fragen aus KundengesprächenRhythmus halten, Lücken füllen

Ein Beitrag pro Woche reicht. Wer das Schreiben nicht selbst stemmt, kann es auslagern; ein Blogsystem wie BlogPilot liest die Suchanfragen der Region mit und legt die fertigen Beiträge zur Freigabe vor. Was bleibt, ist die fachliche Prüfung durch den Maler, besonders bei Preisspannen und Material.

Was Sie daraus machen

Notieren Sie eine Woche lang jede Frage, die am Telefon oder auf der Baustelle gestellt wird. Vergleichen Sie die Liste mit den 20 Themen oben. Die Schnittmenge sind Ihre ersten Beiträge. Fotografieren Sie ab morgen jede Wand vorher und nachher, dann fehlt beim Schreiben nie das Bild.

Häufige Fragen

Muss ich wirklich Quadratmeterpreise im Blog nennen?

Eine Spanne reicht, aber ohne Spanne verliert der Beitrag seinen Wert. Schreiben Sie «von bis», nennen Sie die Faktoren wie Untergrund, Anzahl Anstriche und Abdeckaufwand, und ergänzen Sie, dass die Offerte nach Besichtigung erfolgt. So bleibt der Preis verbindlich, aber der Leser kann das Budget einschätzen.

Welche Bilder darf ich im Blog zeigen?

Eigene Fotos von eigenen Aufträgen, mit Einverständnis des Kunden und ohne erkennbare Adresse. Innenräume sind unproblematischer als Fassaden mit Hausnummer. Fragen Sie beim Auftrag kurz nach und notieren Sie das Ja, dann haben Sie laufend Material.

Lohnt sich ein Blog auch für einen Einmannbetrieb?

Ja, wenn der Betrieb Aufträge braucht und in einer Region arbeitet, in der online nach Malern gesucht wird. Ein Beitrag pro Woche ist machbar, wenn das Schreiben ausgelagert ist und nur die Freigabe beim Maler bleibt. Wer ohnehin ausgebucht ist, braucht keinen Blog.

Wie kommt der Ortsbezug in den Beitrag, ohne dass es aufgesetzt wirkt?

Über echte Details: der Altbaubestand in der Altstadt, der Wind an der Fassade am See, die Vorgaben einer Gemeinde zur Fassadenfarbe. Nennen Sie den Ort einmal im Titel und einmal im Text, dort wo er inhaltlich eine Rolle spielt. Mehr braucht es nicht.

Quellen

Marco Schulz · Gründer BlogPilot, Kreuzlingen · schreibt seit 2023 über Sichtbarkeit in Google und KI-Suche

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