Google Search Console einrichten und lesen: die Anleitung für Unternehmer

Stand 22. Oktober 2026 · 4 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Die Google Search Console einrichten heisst: ein kostenloses Google-Konto anlegen, die Website als Domain-Property (DNS-Eintrag) oder als URL-Präfix-Property (HTML-Tag) bestätigen und die Sitemap einreichen. Danach zeigt Google, mit welchen Suchbegriffen Ihre Seiten erscheinen, welche Seiten indexiert sind und wo Fehler liegen. Für Unternehmer reichen fünf Berichte und eine Viertelstunde im Monat.

Die Google Search Console ist das einzige Werkzeug, mit dem Google Ihnen direkt sagt, wie es Ihre Website sieht: welche Suchbegriffe Ihre Seiten auslösen, welche Seiten im Index sind und wo es hakt. Sie ist kostenlos, und trotzdem haben viele KMU sie nie eingerichtet oder nur der Webdesigner hat den Zugang. Diese Anleitung bringt Sie in 20 Minuten hinein und zeigt, welche fünf Berichte Sie danach wirklich brauchen.

Einrichtung: Domain oder URL-Präfix

Nach der Anmeldung unter search.google.com/search-console fragt Google, welche Art von Property Sie anlegen wollen. Es gibt zwei:

Domain-PropertyURL-Präfix-Property
UmfasstAlle Varianten: http, https, www, SubdomainsGenau die eingegebene Adresse, etwa https://www.beispiel.ch/
BestätigungDNS-Eintrag (TXT) beim Domain-AnbieterHTML-Tag, HTML-Datei, Google Analytics oder Tag Manager
Für wenWer Zugang zu den DNS-Einstellungen hatWer nur ins CMS kommt
EmpfehlungErste Wahl, eine Property für allesZweite Wahl, wenn DNS nicht erreichbar ist

Die Domain-Property ist die saubere Lösung, weil sie alle Schreibweisen Ihrer Adresse in einem Bericht zusammenfasst. Dafür kopieren Sie den TXT-Eintrag, den Google anzeigt, in die DNS-Verwaltung Ihres Domain-Anbieters (bei Schweizer Betrieben oft Hostpoint, Infomaniak, cyon oder Swisscom) und klicken nach einigen Minuten auf «Bestätigen».

Wenn Sie keinen DNS-Zugang haben, wählen Sie das URL-Präfix mit HTML-Tag: Google gibt Ihnen eine Zeile Code, die Sie im CMS in den Kopfbereich der Website einfügen. In WordPress geht das über die meisten SEO-Plugins, in Wix und Shopify über die Einstellungen für Drittanbieter-Codes. Wichtig: Dann die Adresse genau so eintragen, wie die Website aufgerufen wird, mit https und mit oder ohne www.

Direkt nach der Bestätigung reichen Sie unter «Sitemaps» die Adresse Ihrer XML-Sitemap ein, meist beispiel.ch/sitemap.xml. Danach heisst es warten: Die ersten Daten erscheinen nach ein bis drei Tagen.

Die fünf Berichte, die zählen

Die Search Console hat ein Dutzend Berichte. Für Unternehmer reichen fünf:

BerichtWelche Frage er beantwortetWie oft
LeistungMit welchen Suchbegriffen erscheine ich, wie oft wird geklickt, auf welcher Position?Monatlich
Seiten (Indexierung)Welche Seiten sind im Index, welche nicht und warum?Monatlich
URL-PrüfungWie sieht Google eine bestimmte Seite, ist sie indexiert, gibt es Probleme?Bei Bedarf
SitemapsWurde die Sitemap gelesen, wie viele Seiten enthält sie?Nach Änderungen
LinksWelche Seiten sind intern am stärksten verlinkt, welche externen Websites verweisen auf mich?Halbjährlich

Im Leistungsbericht sind zwei Ansichten besonders nützlich. Erstens «Suchanfragen», sortiert nach Impressionen: Dort stehen Begriffe, für die Sie auf Seite 2 oder 3 erscheinen, also fast gefunden werden. Zweitens «Seiten»: Dort sehen Sie, welcher Blogbeitrag tatsächlich Klicks bringt. Wie Sie diese Daten mit dem Blog verbinden, steht unter Search Console mit dem Blog verbinden.

Was «Gefunden, zurzeit nicht indexiert» bedeutet

Dieser Status im Bericht «Seiten» erschreckt viele beim ersten Blick. Er heisst: Google kennt die Adresse, meist aus der Sitemap, hat sie aber noch nicht abgerufen. Das ist kein Fehler. Häufige Gründe sind neue Seiten, Seiten ohne interne Links und Websites, auf denen Google selten vorbeischaut. Der verwandte Status «Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert» ist ernster: Google hat die Seite gelesen und sich gegen die Aufnahme entschieden, oft wegen dünnem oder doppeltem Inhalt. Was Sie in beiden Fällen in welcher Reihenfolge tun, steht unter Seite wird nicht indexiert.

Die Monatsroutine in 15 Minuten

  1. Leistung, letzte 28 Tage gegen die 28 Tage davor: Klicks und Impressionen gestiegen oder gefallen? (3 Minuten)
  2. Leistung, Suchanfragen nach Impressionen, Position 8 bis 20: zwei Begriffe notieren, für die sich ein eigener Beitrag oder eine Überarbeitung lohnt. (4 Minuten)
  3. Seiten: Zahl der indexierten Seiten gegen den Vormonat. Neue Einträge unter «Nicht indexiert» anschauen. (4 Minuten)
  4. Für jeden Beitrag des letzten Monats einmal die URL-Prüfung aufrufen: indexiert? (2 Minuten)
  5. Notieren, was Sie geändert haben, damit Sie die Wirkung nächsten Monat zuordnen können. (2 Minuten)

Mehr braucht es nicht. Wer tiefer einsteigen will, etwa weil er SEO selber machen will, kommt mit dieser Routine als Basis schon weit.

Was Sie daraus machen

Richten Sie die Search Console heute ein, auch wenn Sie die Berichte erst in drei Monaten auswerten, denn Daten gibt es erst ab der Einrichtung. Tragen Sie sich selbst als Inhaber ein, nicht nur die Agentur. Und legen Sie den Monatstermin fest: ein fester Tag, eine Viertelstunde, fünf Berichte.

Häufige Fragen

Kostet die Search Console etwas?

Nein, sie ist kostenlos und braucht nur ein Google-Konto. Es gibt keine kostenpflichtige Stufe mit mehr Daten. Was Sie dort sehen, sieht sonst niemand, auch keine Agentur, es sei denn, Sie laden sie als Nutzer ein.

Wie weit zurück reichen die Daten?

Der Leistungsbericht speichert 16 Monate. Die Daten beginnen aber erst mit der Einrichtung, rückwirkend gibt es nichts. Deshalb lohnt sich die Einrichtung am ersten Tag einer Website, auch wenn Sie die Berichte erst Monate später auswerten.

Was, wenn meine Agentur die Search Console schon eingerichtet hat?

Lassen Sie sich als Inhaber eintragen, nicht nur als Nutzer. Inhaber bleibt der Zugang, auch wenn die Zusammenarbeit endet. Prüfen Sie unter Einstellungen, welche Personen Zugriff haben, und entfernen Sie Konten, die Sie nicht kennen.

Zeigt die Search Console auch Besucher aus ChatGPT oder Perplexity?

Nein, sie zeigt nur die Google-Suche, einschliesslich der KI-Übersichten, die Google dort nicht separat ausweist. Besucher aus anderen KI-Diensten sehen Sie in Ihrer Website-Statistik unter den Verweisquellen. Ob KI-Dienste Ihre Website überhaupt finden, prüft ein KI-Check.

Quellen

Marco Schulz · Gründer BlogPilot, Kreuzlingen · schreibt seit 2023 über Sichtbarkeit in Google und KI-Suche

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