Interne Verlinkung ist die Gesamtheit der Links, die von einer Seite einer Website auf eine andere Seite derselben Website führen. Sie zeigt Suchmaschinen, welche Seiten zusammengehören und welche wichtig sind, und führt Besucher zum nächsten passenden Inhalt. Der klickbare Text eines Links, der Ankertext, sagt Google, wovon die Zielseite handelt.
Was interne Verlinkung bedeutet
Ein interner Link führt von einer Seite Ihrer Website zu einer anderen Seite Ihrer Website. Externe Links führen nach draussen, Backlinks kommen von draussen. Die interne Verlinkung ist der Teil, den Sie vollständig selbst in der Hand haben.
Sie erfüllt drei Aufgaben. Erstens findet Google neue Seiten über Links; eine Seite ohne eingehenden Link wird spät oder gar nicht entdeckt. Zweitens verteilt sie Gewicht: Eine Seite, auf die viele andere Seiten verweisen, gilt als wichtiger als eine, die nur im Footer steht. Drittens erklärt der Ankertext, der klickbare Text des Links, wovon die Zielseite handelt. Google hält im Startleitfaden fest, dass ein beschreibender Ankertext dem System hilft, die verlinkte Seite einzuordnen.
Aus diesen drei Aufgaben folgt die Praxis: Jede wichtige Seite erhält Links aus dem Fliesstext anderer Seiten, der Ankertext benennt das Thema, und Beiträge zu einem Themenfeld verweisen aufeinander. Wie Sie das systematisch aufbauen, zeigt der Beitrag Interne Verlinkung.
Ein Beispiel aus dem KMU-Alltag
Ein Gartenbaubetrieb in Münchwilen hat eine Angebotsseite «Gartenanlage» und daneben einen Blog mit Beiträgen wie «Rasen neu anlegen: Ablauf und Kosten» oder «Welche Hecke passt an die Grundstücksgrenze?». Die Beiträge werden gelesen, die Angebotsseite kaum, und beide wissen nichts voneinander.
Der Betrieb baut Verbindungen ein. Im Rasenbeitrag steht nun: «Wenn der ganze Garten neu entstehen soll, finden Sie unter Gartenanlage, wie wir vorgehen.» Die Angebotsseite verlinkt umgekehrt auf die drei meistgelesenen Beiträge. Leser gelangen vom Ratgeber zum Angebot, Google erkennt die Angebotsseite als Zentrum des Themas, und sie rückt bei Suchen nach «Gartenanlage Thurgau» nach vorn.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Viele KMU-Websites bestehen aus Inseln: Angebotsseiten hier, Blog dort, verbunden nur über das Menü. Jede Insel kämpft allein. Interne Links machen aus Inseln ein Netz, in dem jede Seite den anderen Gewicht gibt. Das kostet nichts ausser etwas Aufmerksamkeit beim Schreiben.
Besonders stark wirkt das in Themenclustern: eine Hauptseite zu einem Thema, viele Beiträge zu Unterfragen, alle untereinander verlinkt. Google versteht die Zusammengehörigkeit, und Leser finden den nächsten Schritt, ohne zu suchen.
Häufige Missverständnisse
«Hier klicken» ist ein Link wie jeder andere. Für Besucher vielleicht. Für Google verschenkt er die Information, wovon die Zielseite handelt.
Je mehr Links, desto besser. Hundert Links auf einer Seite verwässern jeden einzelnen. Wenige Links an passender Stelle wirken mehr als eine Linkwüste am Seitenende.
Häufige Fragen
Wie viele interne Links soll eine Seite haben?
Google nennt keine Zahl. Sinnvoll sind so viele, wie es inhaltlich passende Ziele gibt, bei einem Blogbeitrag oft drei bis acht. Wichtiger als die Menge ist, dass jede wichtige Seite von mehreren anderen erreichbar ist und keine Seite ohne eingehenden Link bleibt.
Was ist ein guter Ankertext?
Ein Ankertext beschreibt, was auf der Zielseite steht: «Kosten einer Fassadenrenovation» statt «hier klicken» oder «mehr erfahren». Google dokumentiert, dass der Ankertext hilft, das Thema der verlinkten Seite zu verstehen. Er sollte natürlich im Satz stehen und nicht auf jeder Seite identisch lauten.
Zählen Links in Navigation und Footer auch?
Ja, aber sie wiegen weniger als Links im Fliesstext, weil sie auf jeder Seite gleich sind. Ein Link aus einem Absatz, der inhaltlich zum Ziel passt, ist für Google und für Leser aussagekräftiger. Navigation und Footer sorgen dafür, dass alle Hauptseiten erreichbar sind, der Fliesstext verteilt die Gewichtung.