Blog schreiben lassen: Agentur, Freelancer, KI-System im Vergleich

Stand 22. Oktober 2026 · 5 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Wer seinen Blog schreiben lässt, hat drei Wege: eine Agentur, einen freien Texter oder ein KI-Blogsystem. Sie unterscheiden sich vor allem bei Preis pro Beitrag, Lieferzeit und Fachtiefe. Agentur und Freelancer liefern einzelne Beiträge auf Bestellung, ein System liefert im Wochenrhythmus und braucht dafür eine Freigabe durch Sie. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie viele Beiträge Sie brauchen und wie viel Zeit Sie für Briefing und Prüfung haben.

Wer «Blog schreiben lassen» sucht, hat meist schon entschieden, dass der Blog nicht selbst entsteht. Offen ist nur noch, wer ihn übernimmt. Drei Wege stehen zur Wahl: eine Content- oder Marketingagentur, ein freier Texter oder ein KI-Blogsystem, das Beiträge im Wochenrhythmus liefert. Alle drei funktionieren. Sie passen nur zu verschiedenen Betrieben, und sie verlangen von Ihnen unterschiedlich viel Zeit.

Die drei Wege im Überblick

Agentur. Sie kaufen ein Paket: Themenplanung, Text, oft auch Bild und Veröffentlichung. Eine Ansprechperson koordiniert, im Hintergrund schreiben angestellte oder freie Texter. Die Agentur trägt Projektleitung und Qualitätssicherung. Dafür bezahlen Sie den Koordinationsaufwand mit.

Freelancer. Sie arbeiten direkt mit einer Person. Das ist schlank, persönlich und ohne Zwischenstufen. Fachtiefe und Tempo hängen von dieser einen Person ab, inklusive Ferien, Krankheit und Auslastung durch andere Kunden.

KI-Blogsystem. Eine Software liest Suchanfragen Ihrer Branche mit, plant Themen und schreibt Beiträge, die Sie prüfen und freigeben. Der Mensch bleibt in der Prüfung, nicht im Schreiben. Was solche Systeme leisten und wo sie an Grenzen stossen, beschreibt die Seite Automatisierte Blogbeiträge.

Vergleich in fünf Kriterien

KriteriumAgenturFreelancerKI-Blogsystem
AbrechnungMonatspauschale oder Preis pro BeitragPreis pro Beitrag, Stunde oder WortMonatsabo mit fester Beitragszahl
Lieferzeit pro BeitragMeist ein bis drei Wochen ab BriefingWenige Tage bis zwei Wochen, je nach AuslastungFester Rhythmus, zum Beispiel ein Beitrag pro Woche
FachtiefeHängt vom zugeteilten Texter ab, Einarbeitung kostetHoch, wenn die Person Ihre Branche kenntBreite aus Suchdaten, Tiefe aus Ihrem Briefing und Ihren Korrekturen
SEO-StrukturMeist Teil des Pakets, Qualität schwanktMuss ausdrücklich bestellt werdenStandardmässig eingebaut (Zwischentitel, FAQ, interne Links)
Verantwortung für den InhaltAgentur prüft vor, Sie geben freiSie prüfen und geben freiSie geben frei oder lassen mit Stoppfrist automatisch veröffentlichen

Die Lieferzeiten in dieser Tabelle sind Erfahrungswerte aus Projekten, keine Branchenstatistik. Fragen Sie jede Anbieterin nach der verbindlichen Frist ab Briefing und danach, was passiert, wenn das Briefing von Ihrer Seite liegen bleibt.

Was ein Beitrag kostet

Öffentliche Preisstatistiken für Blogtexte in der Schweiz gibt es nicht. Agenturen und Texter rechnen sehr unterschiedlich ab: pauschal, pro Wort, pro Stunde oder pro Beitrag inklusive Recherche. Darum hilft nur eine Rechnung mit Ihren eigenen Offerten.

Beispielrechnung, Stand Oktober 2026, für vier Beiträge pro Monat:

  • Holen Sie zwei Agenturofferten und eine Freelancer-Offerte für genau diesen Umfang ein. Teilen Sie den Monatspreis durch vier. So erhalten Sie den Preis pro Beitrag, den Sie vergleichen können.
  • Rechnen Sie Ihre eigene Zeit dazu: Briefing schreiben, Rückfragen beantworten, Korrekturen lesen. Bei Agentur und Freelancer sind das pro Beitrag erfahrungsgemäss 30 bis 60 Minuten. Bei einem System ist es die Prüfzeit vor der Freigabe, bei geübten Nutzern wenige Minuten.
  • Ein KI-Blogsystem wie BlogPilot kostet im Starter-Paket CHF 199 pro Monat für einen Beitrag pro Woche. Das sind gut vier Beiträge im Monat und damit weniger als CHF 50 pro Beitrag, exklusive Ihrer Prüfzeit.

Die Rechnung zeigt den Punkt, der im Vergleich zählt: nicht der Preis pro Beitrag allein, sondern Preis plus Ihre Zeit plus die Zahl der Beiträge, die tatsächlich erscheinen. Eine ausführliche Übersicht über die Preismodelle finden Sie unter Was kostet ein KI-Blog?.

Lieferzeit ist Rhythmus, nicht Tempo

Ein einzelner Beitrag in drei Tagen beeindruckt wenig, wenn der nächste erst nach sechs Wochen folgt. Google hat nie bestätigt, dass das Veröffentlichungstempo ein Rankingfaktor ist. Was sich in Projekten aber beobachten lässt: Ein Blog, der jede Woche eine Kundenfrage beantwortet, baut über Monate ein Themengebiet auf, und das wirkt. Bei Agentur und Freelancer ist der Rhythmus Verhandlungssache und hängt von Ihrer Briefingdisziplin ab. Bleibt das Briefing liegen, bleibt der Beitrag liegen. Ein System dreht das um: Es liefert, und Sie müssen nur noch freigeben oder stoppen.

Fachtiefe: wer Ihr Geschäft kennt

Das stärkste Argument für einen Freelancer ist Branchenkenntnis. Eine Texterin, die zehn Jahre für Sanitärbetriebe geschrieben hat, kennt die Fragen der Kundschaft. Eine Agentur muss diese Kenntnis erst einkaufen oder aufbauen, und bei einem Texterwechsel beginnt das von vorn. Ein KI-System holt die Breite aus echten Suchanfragen und die Tiefe aus Ihren Angaben: Welche Leistungen Sie anbieten, welche nicht, welche Begriffe Ihre Kunden verwenden, welche Fälle typisch sind. Ohne diese Angaben bleibt jeder Text allgemein, egal wer ihn schreibt.

Verantwortung bleibt immer bei Ihnen

Der Beitrag erscheint unter Ihrem Firmennamen. Was darin steht, verantworten Sie: Preise, Fristen, rechtliche Aussagen, Versprechen. Das gilt für Agenturtext genauso wie für Systemtext. Google beurteilt Inhalte nach ihrem Nutzen für Leser, nicht nach dem Entstehungsweg, hat aber in seinen Spam-Richtlinien klargestellt, dass massenhaft produzierte Texte ohne Mehrwert als Verstoss gelten. Die Prüfung vor der Veröffentlichung ist deshalb kein Formalismus. Welche Freigabemodelle es gibt und wie lange eine Freigabe dauert, beschreibt Freigabe im Blogprozess.

Wem was passt

  • Agentur: Betriebe mit Marketingbudget, die neben dem Blog auch Kampagnen, Design und Social Media aus einer Hand wollen und den Koordinationsaufwand tragen können. Mehr dazu im Vergleich Blogsystem oder Content-Agentur.
  • Freelancer: Betriebe mit einem bis zwei Beiträgen pro Monat, die Wert auf eine persönliche Stimme legen und eine Texterin mit Branchenkenntnis gefunden haben.
  • KI-Blogsystem: Betriebe, die wöchentlich veröffentlichen wollen, kein Marketingteam haben und bereit sind, pro Beitrag ein paar Minuten für die Prüfung zu investieren. BlogPilot gehört in diese Kategorie; die Pakete stehen unter /preise/.

Oft ist die Kombination sinnvoll: ein System für den Wochenrhythmus, ein Freelancer für die drei Grundsatzbeiträge im Jahr, die wirklich aus Ihrer Feder klingen müssen.

Häufige Fragen

Wie viele Beiträge pro Monat sind sinnvoll, wenn ich den Blog schreiben lasse?

Für die meisten KMU sind vier Beiträge pro Monat ein guter Rhythmus, also einer pro Woche. Weniger als zwei pro Monat bauen kaum ein Themengebiet auf. Mehr lohnt sich erst, wenn die Prüfung pro Beitrag eingespielt ist und genügend Kundenfragen vorliegen.

Kann ich einen Freelancer und ein KI-System kombinieren?

Ja, und das ist oft die beste Lösung. Das System deckt den Wochenrhythmus mit Ratgeberbeiträgen ab, der Freelancer schreibt die wenigen Grundsatztexte, die persönlich klingen müssen, etwa die Firmengeschichte oder eine Stellungnahme. Wichtig ist, dass beide dieselbe Anrede und dieselben Begriffe verwenden.

Merkt die Kundschaft, dass ich den Blog nicht selbst schreibe?

Die Kundschaft merkt es, wenn der Text allgemein bleibt und nichts über Ihren Betrieb verrät. Sie merkt es nicht, wenn der Text Ihre Leistungen, Ihre Region und typische Kundenfragen konkret behandelt. Das hängt weniger davon ab, wer schreibt, als davon, wie gut das Briefing ist.

Wer haftet für falsche Angaben in einem gekauften Blogbeitrag?

Der Beitrag erscheint unter Ihrem Firmennamen, also tragen Sie die Verantwortung gegenüber Lesern und Behörden. Ob Sie Ersatzansprüche gegenüber Agentur oder Texter haben, regelt der Vertrag. Lassen Sie solche Fragen von einer Fachperson prüfen und bauen Sie in jedem Fall eine eigene Prüfung vor der Veröffentlichung ein.

Quellen

Marco Schulz · Gründer BlogPilot, Kreuzlingen · schreibt seit 2023 über Sichtbarkeit in Google und KI-Suche

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Was ein Blog, der sich selbst schreibt, kostet.

Vier Pakete, Preise auf der Seite, keine Offerte nötig. Die kürzeste Laufzeit sind drei Monate.