Ein KI-Blog kostet je nach Weg sehr unterschiedlich. Ein reines Schreibtool ist ein günstiges Abo, verlangt aber Ihre Zeit für Themen, Struktur, Bilder und Veröffentlichung. Komplettsysteme werden als Monatsabo nach Beitragszahl verkauft und liefern fertige, veröffentlichte Beiträge; beim Beispiel in diesem Text beginnt das bei CHF 199 pro Monat für einen Beitrag pro Woche, Stand Oktober 2026. Agentur und Freelancer rechnen pro Beitrag oder pauschal ab, öffentliche Preisstatistiken gibt es dafür nicht. Bei allen Wegen kommen Prüfzeit, Bilder und Einrichtung dazu.
«Was kostet ein KI-Blog?» hat keine einzelne Antwort, weil hinter dem Begriff fünf verschiedene Einkaufsarten stecken. Wer ein Schreibtool abonniert, kauft etwas anderes als wer ein Komplettsystem bucht oder eine Agentur beauftragt. Diese Seite trennt die Wege, nennt Preise nur dort, wo sie öffentlich belegt sind, und rechnet die versteckten Kosten mit, die auf keiner Preisliste stehen. Was ein Firmenblog unabhängig von KI kostet, behandelt der Beitrag Was kostet ein Firmenblog für Schweizer KMU wirklich?.
Fünf Wege, fünf Kostenlogiken
| Weg | Wofür Sie bezahlen | Wie abgerechnet wird | Was Sie selbst leisten |
|---|---|---|---|
| Schreibtool (Chat-Werkzeug) | Zugang zum Sprachmodell | Monatsabo pro Nutzer | Themen, Briefing, Struktur, Prüfung, Bild, Veröffentlichung |
| Komplettsystem | Fertige, veröffentlichte Beiträge im Rhythmus | Monatsabo nach Beitragszahl, oft mit Mindestlaufzeit | Einmaliges Briefing, Prüfung pro Beitrag |
| Agentur | Konzept, Text, Koordination, oft Bild | Pauschale oder Preis pro Beitrag | Briefing, Rückfragen, Freigabe |
| Freelancer | Text | Preis pro Beitrag, Wort oder Stunde | Themen, Briefing, Veröffentlichung |
| Eigenbau (Schnittstelle plus Entwicklung) | Entwicklung, Nutzung der Schnittstelle, Wartung | Einmalig plus laufend | Alles, inklusive Betrieb |
Die Tabelle zeigt, warum ein reiner Preisvergleich in die Irre führt: Die rechte Spalte ist bei jedem Weg anders lang, und diese Spalte bezahlen Sie mit Ihrer Zeit.
Was belegbar ist, Stand Oktober 2026
Eine öffentliche Marktstatistik für Blogpreise in der Schweiz gibt es nicht. Darum werden die Angaben hier nur dort konkret, wo ein Preis öffentlich einsehbar ist.
Schreibtools. Die Hersteller veröffentlichen ihre Preise auf den eigenen Seiten, meist als Abo pro Nutzer mit mehreren Stufen. Prüfen Sie die Angabe selbst, sie ändert sich häufig. Entscheidend ist nicht das Abo, sondern die Zeit, die Sie pro Beitrag hineinstecken.
Agentur und Freelancer. Preise entstehen in der Offerte. Verlangen Sie den Preis pro Beitrag inklusive Recherche, einer Korrekturschlaufe und Veröffentlichung, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Wie die drei Wege sich bei Lieferzeit und Fachtiefe unterscheiden, zeigt Blog schreiben lassen.
Eigenbau. Die Nutzung einer KI-Schnittstelle ist pro Text günstig und bei den Anbietern öffentlich dokumentiert. Die eigentlichen Kosten sind Entwicklerstunden für Anbindung, Prüfoberfläche, Fehlerbehandlung und Wartung bei jedem Modellwechsel.
Komplettsystem. Hier gibt es öffentliche Preislisten. Als Beispiel BlogPilot, Preise pro Monat exklusive Mehrwertsteuer: Starter CHF 199 für einen Beitrag pro Woche, Business CHF 269 für drei, Premium CHF 399 für sieben. Für Neugründer gibt es Startup für CHF 129 mit zwei Beiträgen pro Woche. Die Einrichtung kostet CHF 299 und entfällt bei Business, Premium und Startup. Die Mindestlaufzeit beträgt drei Monate, ein zusätzlicher Beitrag pro Woche kostet CHF 29 pro Monat. Vollständige Angaben stehen unter /preise/.
Versteckte Kosten, die auf keiner Preisliste stehen
- Prüfzeit. Jeder Beitrag, egal woher, braucht eine Freigabe. Bei einem System sind das nach Einarbeitung wenige Minuten, bei Agentur und Freelancer kommen Briefing und Korrekturrunden dazu.
- Bilder. Stockbilder kosten Lizenz, eigene Fotos kosten einen halben Tag, generierte Bilder kosten Prüfzeit. Klären Sie vor dem Start, wer das liefert.
- Einrichtung. Anbindung an WordPress, Wix oder Shopify, Kategorien, Autorenprofil, Anrede, Themenfelder. Einmalig, aber nicht gratis.
- Korrekturschlaufen. Bei externen Texten sind zwei Runden normal. Jede Runde kostet beide Seiten Zeit.
- Ausfall. Ein Freelancer in den Ferien, eine Agentur mit Texterwechsel: Der Rhythmus bricht, und der Blog verliert, was er aufgebaut hat.
- Mindestlaufzeiten. Bei Systemen und Agenturen üblich. Rechnen Sie den Vertrag über die ganze Laufzeit, nicht über einen Monat.
Beispielrechnung: vier Beiträge pro Monat über zwölf Monate
Alle Werte ausser den Preisen des Komplettsystems sind frei gewählte Annahmen, damit die Rechnung nachvollziehbar wird. Setzen Sie Ihre Offerten ein. Stundenansatz der eigenen Zeit: CHF 100, Annahme.
| Weg | Annahmen | Fremdkosten | Eigene Zeit | Summe im Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Schreibtool | Abo CHF 25 pro Monat (Annahme), 3 Stunden Eigenzeit pro Beitrag | CHF 300 | 144 Stunden, CHF 14’400 | CHF 14’700 |
| Komplettsystem (Beispiel BlogPilot Starter) | CHF 199 pro Monat plus CHF 299 Einrichtung, 10 Minuten Prüfung pro Beitrag | CHF 2’687 | 8 Stunden, CHF 800 | CHF 3’487 |
| Freelancer | CHF 250 pro Beitrag (Platzhalter), 45 Minuten Eigenzeit pro Beitrag | CHF 12’000 | 36 Stunden, CHF 3’600 | CHF 15’600 |
| Agentur | CHF 400 pro Beitrag (Platzhalter), 30 Minuten Eigenzeit pro Beitrag | CHF 19’200 | 24 Stunden, CHF 2’400 | CHF 21’600 |
Die Platzhalter für Agentur und Freelancer sind keine Marktpreise. Sie zeigen nur die Mechanik: Sobald Eigenzeit mitgerechnet wird, ist das günstigste Abo nicht mehr der günstigste Weg, und der Preis pro Beitrag ist nicht der einzige Hebel.
Was Sie fragen sollten, bevor Sie zahlen
- Was ist im Preis pro Beitrag enthalten: Recherche, Bild, Veröffentlichung, Korrektur?
- Wie lang ist die Mindestlaufzeit, wie lang die Kündigungsfrist?
- Bleiben die Beiträge nach Vertragsende auf meiner Website und gehören sie mir?
- Wie viel Zeit muss ich pro Beitrag einplanen, und was passiert, wenn ich sie nicht habe?
- Wer prüft, dass Preise, Leistungen und rechtliche Aussagen stimmen?
Die letzte Frage ist die wichtigste. Google hat in seinen Spam-Richtlinien festgehalten, dass massenhaft erzeugte Inhalte ohne Mehrwert als Verstoss gelten. Ein günstiger Beitrag, der ungeprüft erscheint, kann teurer werden als jeder Abopreis. Die Gegenüberstellung von Abo und Agentur mit Blick auf Verantwortung und Tempo finden Sie unter Blogsystem oder Content-Agentur.
Häufige Fragen
Ist ein Schreibtool nicht viel günstiger als ein Komplettsystem?
Beim Abopreis ja, bei den Gesamtkosten selten. Mit einem Schreibtool machen Sie Themenwahl, Briefing, Struktur, Korrektur, Bild und Einpflegen selbst, pro Beitrag meist mehrere Stunden. Rechnen Sie diese Zeit mit Ihrem Stundenansatz, kippt der Vergleich bei vier Beiträgen pro Monat oft zugunsten des Systems.
Warum nennt diese Seite keine Agenturpreise?
Weil es dafür keine belastbare öffentliche Quelle gibt und Agenturen sehr unterschiedlich abrechnen. Eine erfundene Spanne würde Ihnen bei der Entscheidung nicht helfen. Holen Sie zwei Offerten für exakt denselben Umfang ein, dann haben Sie Ihre Spanne.
Welche Laufzeit ist bei Blogsystemen üblich?
Viele Anbieter verlangen eine Mindestlaufzeit von einigen Monaten, weil ein Blog in den ersten Wochen kaum messbare Wirkung zeigt. Beim Beispiel in diesem Text sind es drei Monate. Fragen Sie nach der Kündigungsfrist und danach, ob die Beiträge nach Vertragsende auf Ihrer Website bleiben.
Was kostet der Eigenbau mit einer KI-Schnittstelle?
Die Nutzung der Schnittstelle selbst ist pro Text günstig und auf den Seiten der Anbieter öffentlich dokumentiert. Teuer sind Entwicklung, Wartung und Anpassung an Ihr CMS, die eine Entwicklerin oder ein Entwickler übernehmen muss. Für Betriebe ohne eigene IT ist das selten die günstigste Lösung.