Blog für Zahnarztpraxen: Themen zwischen Angst, Kosten und Implantat

Stand 22. Oktober 2026 · 4 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Zahnarzt-Marketing im Blog beantwortet, was Patienten vor der Terminbuchung googeln: Was kostet eine Zahnreinigung oder ein Implantat, zahlt die Krankenkasse, was hilft bei Zahnarztangst, ab wann Kinder zum Zahnarzt gehen. Der Blog erklärt sachlich, nennt Preisspannen der eigenen Praxis und verspricht keine Heilung. So bleibt er innerhalb der Standesregeln und bringt Patienten, die zur Praxis passen.

Patienten suchen einen Zahnarzt in einem von drei Momenten: wenn es weh tut, wenn sie umziehen, oder wenn etwas Teures ansteht. In allen drei Fällen googeln sie zuerst. «Zahnreinigung Kosten», «Implantat oder Brücke», «Angst vor dem Zahnarzt was tun». Eine Praxis, die diese Fragen sachlich beantwortet, wird gefunden und wirkt vertrauenswürdig, bevor der erste Termin stattfindet. Das ist der Zweck eines Praxisblogs, und er lässt sich erreichen, ohne die Grenze zur Werbung zu überschreiten.

Tonfall: erklären, nicht anpreisen

Der Praxisblog hat einen anderen Ton als der Blog eines Handwerksbetriebs. Drei Regeln:

  • Sachlich und ruhig. Keine Superlative, keine Dringlichkeit, keine Heilungsversprechen.
  • Die Angst ernst nehmen. Viele Suchende haben Jahre keinen Zahnarzt gesehen und schämen sich. Ein Beitrag, der das anspricht, bringt genau diese Patienten.
  • Immer mit dem Hinweis enden, dass die Untersuchung den Einzelfall klärt. Der Blog ersetzt keine Diagnose.

Die Anrede ist in der Regel Sie, es sei denn, die Praxis duzt ihre Patienten auch am Empfang. Warum diese Entscheidung der ganze Blog durchhalten muss, steht im Beitrag Du oder Sie im Firmenblog.

Werbebeschränkungen: was Praxen in der Schweiz beachten

Zahnärztinnen und Zahnärzte unterliegen in der Schweiz Standesregeln ihrer Berufsorganisation und den Gesundheitsgesetzen der Kantone. Diese erlauben sachliche Information, begrenzen aber aufdringliche, irreführende oder vergleichende Werbung. Was genau zulässig ist, unterscheidet sich je Kanton und ändert sich. Für den Blog heisst das:

  • Erklären, wie eine Behandlung abläuft: zulässig.
  • Preisspannen der eigenen Praxis mit Hinweis auf die Untersuchung: in der Regel zulässig, prüfen lassen.
  • «Schmerzfrei garantiert», «beste Praxis der Region», Rabattaktionen: nicht.

Diese Hinweise sind allgemein. Lassen Sie den Blogplan und die ersten Beiträge von der Berufsorganisation oder einer Fachperson prüfen, bevor sie online gehen.

20 Themen, nach Anlass gruppiert

Kosten und Krankenkasse

  1. Was kostet eine Dentalhygiene? Spanne der Praxis, Dauer, was dazugehört.
  2. Zahlt die Krankenkasse den Zahnarzt? Was die Grundversicherung in der Regel nicht deckt, was Zusatzversicherungen leisten können, mit Verweis auf die Police.
  3. Was kostet ein Implantat? Spanne mit den Kostenblöcken Implantat, Aufbau, Krone, Knochenaufbau.
  4. Was kostet eine Zahnspange für Erwachsene? Spanne und Alternativen.
  5. Kostenvoranschlag lesen: Was die Positionen bedeuten und wie Taxpunkte funktionieren.

Dentalhygiene und Vorsorge

  1. Wie oft zur Dentalhygiene? Was die Praxis empfiehlt und wovon es abhängt.
  2. Zahnfleischbluten beim Putzen: Ursachen und was zu tun ist.
  3. Elektrische oder manuelle Zahnbürste: Was die Praxis sieht.
  4. Zahnseide oder Interdentalbürste: Wie man sie richtig verwendet.

Implantat und Zahnersatz

  1. Implantat, Brücke oder Prothese: Für wen was passt.
  2. Implantat: Der Ablauf von der Planung bis zur Krone, mit Dauer je Phase.
  3. Zahn fehlt: Was passiert, wenn man ihn nicht ersetzt.

Kinder und Familie

  1. Ab wann zum Zahnarzt mit dem Kind? Und wie der erste Besuch abläuft.
  2. Milchzähne mit Karies: Behandeln oder warten?
  3. Schulzahnpflege: Was sie leistet und wann die Praxis zuständig ist.
  4. Zahnspange beim Kind: Wann die Frage ansteht und wer sie beurteilt.

Angst und Notfall

  1. Angst vor dem Zahnarzt: Was die Praxis anders macht, ohne Versprechen.
  2. Lange nicht beim Zahnarzt gewesen: Was beim ersten Termin passiert und was nicht.
  3. Zahnschmerzen am Wochenende: Was Sie tun können und wen Sie erreichen.
  4. Zahn abgebrochen oder ausgeschlagen: Die ersten Minuten, Schritt für Schritt.

Datenschutz: Patientengeschichten nur mit Einwilligung

Gesundheitsdaten gelten als besonders schützenswert. Ein Fallbeispiel im Blog braucht die schriftliche Einwilligung des Patienten und darf keinen Rückschluss auf die Person zulassen; Vorher-nachher-Bilder sind doppelt heikel. Im Zweifel beschreiben Sie den Ablauf einer Behandlung ohne konkreten Fall. Was das Datenschutzgesetz für Blog, Statistik und Newsletter sonst bedeutet, erklärt der Beitrag Datenschutz im Firmenblog; eine Fachperson prüft den Einzelfall.

Region und Rhythmus

Patienten suchen in der Nähe. Der Ort gehört in den Titel der Kostenbeiträge und der Notfallbeiträge, dort wird regional gesucht. Ein Beitrag pro Woche, abwechselnd aus den fünf Gruppen, ergibt mit dieser Liste fünf Monate Blog. Wer in der Praxis niemanden zum Schreiben hat, kann die Beiträge extern erstellen lassen, auch von einem Blogsystem wie BlogPilot, das aus Suchanfragen der Region einen Themenplan baut. Die fachliche und die standesrechtliche Prüfung bleibt in jedem Fall bei der Praxis.

Was Sie daraus machen

Beginnen Sie mit den drei Fragen, die am Empfang am häufigsten gestellt werden. Meist sind es Kosten der Dentalhygiene, Krankenkasse und Angst. Schreiben Sie sie sachlich, mit Spanne und mit dem Hinweis auf die Untersuchung, und lassen Sie sie prüfen. Danach folgt die Liste in Ihrem Rhythmus.

Häufige Fragen

Darf eine Zahnarztpraxis in der Schweiz überhaupt bloggen?

Sachliche Information ist erlaubt, aufdringliche oder irreführende Werbung nicht. Die Grenze ziehen die Standesordnung der Zahnärztegesellschaft und das Gesundheitsgesetz des Kantons. Lassen Sie Beiträge mit Preis- oder Erfolgsaussagen von der Berufsorganisation oder einer Fachperson prüfen, bevor sie online gehen.

Soll die Praxis Preise im Blog nennen?

Eine Spanne für häufige Leistungen ist sinnvoll, mit dem Hinweis, dass der Preis nach Untersuchung festgelegt wird. Patienten suchen Kosten als Erstes, und eine ehrliche Spanne hält Anfragen mit falschen Erwartungen fern. Lockangebote und Rabatte gehören nicht in den Blog.

Darf ich Fallbeispiele mit Bildern zeigen?

Nur mit schriftlicher Einwilligung des Patienten und ohne Rückschluss auf die Person. Gesundheitsdaten sind besonders schützenswert. Im Zweifel ohne Bild schreiben und den Ablauf beschreiben, das ist für Suchende ebenso nützlich.

Welche Anrede passt für den Blog einer Praxis?

Sie, in der Regel. Ausnahmen sind Kinderzahnarztpraxen, die Eltern ansprechen, oder Praxen mit bewusst lockerem Auftritt. Wichtig ist, dass der Blog dieselbe Anrede verwendet wie die Praxis am Empfang und im Brief.

Quellen

Marco Schulz · Gründer BlogPilot, Kreuzlingen · schreibt seit 2023 über Sichtbarkeit in Google und KI-Suche

Mehr über Marco

Weiterlesen

Mehr aus dem Bereich Blogstrategie nach Branche.

Einmal ansehen, wie das bei Ihnen aussähe.

BlogPilot schreibt 14 Tage lang Beiträge für Ihr Unternehmen, kostenlos und ohne Karte. Sie lesen, geben frei oder lassen es.