Blog für Immobilienmakler: Themen, die Verkäufer vor dem Auftrag suchen

Stand 22. Oktober 2026 · 4 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Immobilienmakler-Marketing im Blog zielt auf die Monate vor dem Maklerauftrag: Eigentümer googeln, was ihr Haus wert ist, wie ein Verkauf abläuft, welche Steuern anfallen und ob sie überhaupt einen Makler brauchen. Wer diese Verkäuferfragen beantwortet, gewinnt Aufträge; Käuferfragen bringen Reichweite, aber selten Mandate. 20 Themen, getrennt nach beiden Gruppen, decken ein halbes Jahr ab.

Ein Hausverkauf beginnt nicht mit dem Anruf beim Makler. Er beginnt Monate vorher mit einer Google-Suche: «Was ist mein Haus wert», «Haus verkaufen Ablauf», «Steuern beim Hausverkauf». In dieser Phase entscheidet sich, welcher Makler später den Auftrag bekommt. Wer dort mit klaren Antworten präsent ist, wird angerufen; wer nur Objekte inseriert, nicht.

Verkäufer oder Käufer: die wichtigste Entscheidung

Ein Maklerblog kann für zwei Gruppen schreiben, und sie sind sehr verschieden wertvoll.

VerkäuferKäufer
Was sie suchenWert, Ablauf, Kosten, Steuern, Makler oder nichtFinanzierung, Objekte, Lage, Kaufablauf
Was sie dem Makler bringenDen Auftrag, also das HonorarReichweite, Interessentenliste, selten ein Mandat
Anteil im BlogRund zwei Drittel der BeiträgeRund ein Drittel

Käuferthemen sind nicht nutzlos: Sie bringen Besucher, füllen die Interessentenkartei und zeigen Google, dass die Website das Thema Immobilien breit abdeckt. Aber das Honorar zahlt der Verkäufer. Darum schreibt ein Maklerblog zuerst für ihn.

14 Themen für Verkäufer

  1. Was ist mein Haus wert? Die drei Bewertungsmethoden verständlich erklärt, und warum Online-Rechner nur eine erste Spanne liefern.
  2. Haus verkaufen: Der Ablauf in acht Schritten, von der Bewertung bis zur Grundbuch-Eintragung, mit Dauer je Schritt.
  3. Wie lange dauert ein Hausverkauf in meiner Region? Aus eigenen Verkäufen, als Spanne.
  4. Mit oder ohne Makler verkaufen: Was man selbst kann, was Zeit kostet und wo Fehler teuer werden.
  5. Was kostet ein Makler? Übliche Provisionsmodelle, was enthalten ist, wann die Provision fällig wird.
  6. Grundstückgewinnsteuer: Wovon sie abhängt und warum man sie vor dem Verkauf berechnen lässt. Kantonal geregelt, keine Tarife im Beitrag.
  7. Handänderungssteuer und Notariatskosten: Wer in der Regel was bezahlt, mit Hinweis auf die kantonale Praxis.
  8. Verkaufen im Erbfall: Was unter Geschwistern zu klären ist, bevor der Makler kommt. Mit Hinweis auf Rechtsberatung.
  9. Zuerst verkaufen oder zuerst kaufen? Beide Wege mit ihren Risiken.
  10. Haus vor dem Verkauf renovieren: Was sich lohnt und was nur Geld kostet.
  11. Verkaufsunterlagen: Welche Dokumente Käufer und Banken sehen wollen.
  12. Verkaufen mit laufender Hypothek: Was mit der Festhypothek passiert und was die Bank verlangen kann.
  13. Wohnung im Stockwerkeigentum verkaufen: Welche Unterlagen der Gemeinschaft dazugehören.
  14. Bieterverfahren oder Festpreis: Wann welches Vorgehen in Ihrer Region sinnvoll ist.

6 Themen für Käufer

  1. Wie viel Haus kann ich mir leisten? Tragbarkeit und Eigenmittel allgemein erklärt, mit Verweis auf die Bank.
  2. Kaufablauf: Vom Besichtigungstermin bis zur Schlüsselübergabe.
  3. Worauf man bei der Besichtigung achtet: Eine Checkliste mit zwanzig Punkten.
  4. Reservationsvereinbarung: Was sie bedeutet und was sie nicht garantiert.
  5. Neubau oder Altbau in der Region: Preisniveau, Unterhalt, Verfügbarkeit.
  6. Quartiere und Gemeinden im Einzugsgebiet: Wer wohnt wo, Steuern, Schulen, Anbindung, als Serie.

Steuern und Recht: so bleibt der Blog sauber

Steuerthemen bringen viele Suchanfragen und ebenso viele Fehlerquellen. Die Grundstückgewinnsteuer ist kantonal geregelt, die Handänderungssteuer gibt es nicht in jedem Kanton, und Tarife ändern sich. Darum gilt:

  • Mechanik erklären, nicht rechnen. «Die Steuer hängt von Haltedauer und Gewinn ab» ist richtig und bleibt richtig.
  • Auf die Steuerverwaltung des Kantons verlinken statt eigene Tabellen zu führen.
  • Bei Erbfall, Scheidung und Nutzniessung auf Notariat oder Rechtsberatung verweisen.
  • Beiträge mit Steuerbezug einmal im Jahr prüfen und das Datum aktualisieren.

Dieselbe Vorsicht gilt für Aussagen über Finanzierung: Die Bank entscheidet, der Blog erklärt nur die Begriffe.

Abgrenzung zur Verwaltung

Viele Immobilienfirmen bieten Vermittlung und Verwaltung zusammen an. Im Blog sollten die beiden Bereiche getrennt bleiben, denn die Leser sind verschieden: Der Verkäufer trifft einen einmaligen Entscheid, der Eigentümer einer vermieteten Liegenschaft sucht eine Dauerbeziehung, und Mieter suchen Alltagsantworten. Eine Kategorie «Verkaufen», eine Kategorie «Verwalten», und beide mit eigenen Themen. Welche Themen die Verwaltungsseite braucht, steht im Beitrag Blog für Immobilienverwaltungen.

Region und Rhythmus

Ein Verkäufer sucht einen Makler, der seine Gemeinde kennt. Nennen Sie das Einzugsgebiet im Titel und ergänzen Sie, was nur Sie wissen: typische Verkaufsdauer, Preisniveau nach Quartier, Besonderheiten der Gemeinde. Die Gemeindeserie unter Thema 20 ist der stärkste regionale Hebel, weil jede Gemeinde eine eigene Seite bekommt. Wie Ortsbezug ohne Aufzählung funktioniert, zeigt Regional gefunden werden in der Schweiz.

Ein Beitrag pro Woche, zwei Verkäuferthemen auf ein Käuferthema. Wer intern niemanden zum Schreiben hat, kann die Themenfindung und das Schreiben an ein Blogsystem wie BlogPilot geben, das Suchanfragen der Region mitliest; die Prüfung von Steuer- und Rechtsaussagen bleibt beim Makler.

Was Sie daraus machen

Nehmen Sie die letzten zehn Erstgespräche mit Verkäufern. Welche Frage kam in jedem vor? Das ist Ihr erster Beitrag. Dazu die Bewertungsfrage, die Ablauffrage und die Provisionsfrage. Mit diesen vier Beiträgen deckt der Blog die Phase ab, in der sich der Verkäufer für einen Makler entscheidet.

Häufige Fragen

Soll ein Makler im Blog seine Provision nennen?

Ja, als übliche Spanne und mit der Erklärung, was darin enthalten ist. Verkäufer suchen genau danach, und wer die Frage auf der eigenen Website beantwortet, wirkt transparenter als der Mitbewerber, der sie umgeht. Der genaue Satz bleibt Verhandlungssache und steht im Auftrag.

Darf ich im Blog die Grundstückgewinnsteuer erklären?

Allgemein ja, konkret nein. Erklären Sie, dass die Steuer kantonal geregelt ist, von Haltedauer und Gewinn abhängt und vor dem Verkauf berechnet werden sollte. Beträge, Tarife oder Fristen gehören nicht in den Blog, sondern zur Steuerverwaltung des Kantons oder zu einer Treuhandperson.

Reicht es, wenn ich meine Objekte im Blog vorstelle?

Nein. Objektbeschreibungen laufen aus, sobald das Objekt verkauft ist, und bringen keine Verkäufer auf die Website. Ratgeberbeiträge bleiben Jahre gültig. Objekte gehören in die Portale und auf die Angebotsseite, nicht in den Blog.

Wie unterscheidet sich der Maklerblog vom Blog einer Verwaltung?

Der Makler schreibt für einen einmaligen Entscheid, den Verkauf. Die Verwaltung schreibt für eine Dauerbeziehung mit Eigentümern und Mietern. Wer beides anbietet, trennt die Themen in zwei Kategorien, sonst verwirrt der Blog beide Gruppen.

Quellen

Marco Schulz · Gründer BlogPilot, Kreuzlingen · schreibt seit 2023 über Sichtbarkeit in Google und KI-Suche

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