Welche Blog-Anbindung passt zu Ihrer Website? Entscheidungshilfe in fünf Fragen

Stand 22. Oktober 2026 · 4 Min Lesezeit · von Marco Schulz

Die passende Blog-Anbindung ergibt sich aus fünf Fragen: Läuft Ihre Website auf WordPress, Wix oder Shopify? Haben Sie Zugriff auf Hosting oder DNS? Gibt es eigene Entwickler? Soll der Blog unter der Hauptdomain liegen? Und wer gibt Beiträge frei? Für die drei grossen Systeme gibt es eine direkte Anbindung, für alle anderen Websites den gehosteten Blog per Proxy oder Subdomain, und für Firmen mit eigener Entwicklung die Content-API.

Ein Blogsystem schreibt Beiträge. Damit sie auf Ihrer Website erscheinen, braucht es einen Weg dorthin, und dieser Weg hängt davon ab, wie Ihre Website gebaut ist. Es gibt fünf Anbindungen, und die richtige lässt sich mit fünf Fragen finden. Sie brauchen dafür keine technischen Kenntnisse, nur die Antworten.

Die fünf Fragen

Frage 1: Läuft Ihre Website auf WordPress, Wix oder Shopify?

Wenn ja, ist die Entscheidung fast gefallen. Für diese drei Systeme gibt es eine direkte Anbindung über die jeweilige Schnittstelle. Die Beiträge erscheinen im bestehenden System, im bestehenden Design, unter der bestehenden Adresse. Lesen Sie weiter bei Frage 5.

Wenn nein, geht es mit Frage 2 weiter.

Frage 2: Haben Sie Zugriff auf das Hosting oder die DNS-Verwaltung Ihrer Domain?

Diesen Zugriff hat meist die Agentur, der Webdesigner oder die Person, die die Domain registriert hat. Mit Zugriff auf die Serverkonfiguration kann ein gehosteter Blog per Proxy unter ihre-firma.ch/blog/ eingebunden werden. Mit Zugriff nur auf die DNS-Verwaltung bleibt die Subdomain blog.ihre-firma.ch.

Wenn Sie keinen von beiden haben, muss er zuerst beschafft werden. Ohne ihn kann kein Blog unter Ihrer Domain erscheinen, egal mit welchem System.

Frage 3: Haben Sie eigene Entwickler oder eine Agentur, die Ihr System programmiert?

Wenn ja und wenn die Website individuell gebaut ist, kann die Content-API der bessere Weg sein: Ihr System holt die Beiträge ab und stellt sie selbst dar. Das gibt die volle Kontrolle, kostet aber einmal Entwicklungszeit.

Wenn nein, ist der gehostete Blog der richtige Weg, weil er ohne Entwicklung auskommt.

Frage 4: Soll der Blog unter der Hauptdomain liegen?

Für die Sichtbarkeit lautet die Antwort fast immer ja. Ein Blog unter ihre-firma.ch/blog/ stärkt dieselbe Domain, auf der Ihre Angebote liegen. Das ist mit WordPress, Shopify, Content-API und dem gehosteten Blog per Proxy möglich. Bei Wix liegt der eingebaute Blog ebenfalls auf der Hauptdomain. Nur die Subdomain-Variante weicht davon ab. Die Folgen für Google beschreibt der Beitrag Blog auf eigener Domain, Subdomain oder extern.

Frage 5: Wer gibt Beiträge frei, und wie?

Diese Frage betrifft nicht die Technik, sondern den Alltag. Jede Anbindung erlaubt beides: Freigabe per Mail oder Klick vor der Veröffentlichung, oder automatische Veröffentlichung mit Stoppmöglichkeit. Legen Sie vorher fest, wer im Betrieb die Freigabe übernimmt und wie viel Zeit diese Person pro Woche dafür hat. Zehn Minuten reichen für einen Beitrag.

Die fünf Wege im Vergleich

WegVoraussetzungAufwand bei der EinrichtungEignungGrenzen
WordPress über die REST-APIEigener Benutzer mit Anwendungspasswort, HTTPSGering, kein Plugin nötigAlle WordPress-Websites, auch mit WooCommerceFelder von SEO-Plugins werden gesondert geprüft
Wix über die Wix-APISite-ID und API-Schlüssel aus dem Wix-KontoGeringWix-Websites, die den eingebauten Blog nutzen wollenFeste URL-Struktur, begrenzte technische Kontrolle
Shopify-Blog über die Admin-APIShop-Domain und Zugriffstoken einer eigenen AppGeringShopify-Shops, Ratgeber mit ProduktlinksNur Tags statt Kategorien, Darstellung hängt am Theme
Gehosteter Blog per Proxy oder SubdomainZugriff auf Hosting oder DNS, DesignvorlageMittel, Abstimmung mit dem HosterWebsites ohne Blogfunktion, statische Seiten, BaukästenDesign angelehnt, nicht identisch, Subdomain schwächer als Pfad
Content-APIEigene Entwicklung, serverseitiges RenderingHoch, einmaligIndividuell gebaute Websites, Portale, AppsBraucht Entwicklerzeit, nicht in Tagen umsetzbar

Die Details zu jedem Weg stehen in den eigenen Beiträgen: WordPress, Wix, Shopify, gehosteter Blog und Content-API.

Typische Fälle aus dem KMU-Alltag

  • Treuhandbüro mit WordPress-Website von einer regionalen Agentur. Anbindung über die REST-API. Die Agentur legt den Benutzer an, der Blog läuft in der bestehenden Kategorie «Ratgeber». Aufwand: eine halbe Stunde.
  • Coiffeursalon mit Wix. Anbindung über die Wix-API in den eingebauten Blog. Site-ID und Schlüssel sind in fünfzehn Minuten hinterlegt.
  • Online-Shop für Berufsbekleidung auf Shopify. Shopify-Blog mit eigenem Ratgeber-Blog und Links auf Kategorien. Zugriffstoken aus einer eigenen App.
  • Architekturbüro mit statischer Website vom Webdesigner. Gehosteter Blog per Proxy unter /blog/, weil der Hoster Proxy-Regeln erlaubt. Design nach der Vorlage des Büros.
  • Softwarefirma mit selbst gebauter Website auf Next.js. Content-API, weil die Entwickler den Blog in ihr Designsystem integrieren wollen. Einmaliger Einbau, danach läuft es.

Was alle Wege gemeinsam haben

Der Weg bestimmt nur, wie Beiträge auf Ihre Website kommen. Alles davor ist bei jeder Anbindung gleich: Die Themen entstehen aus echten Suchanfragen Ihrer Branche und Region, die Beiträge kommen fertig mit Zwischentiteln, FAQ und interner Verlinkung in Schweizer Hochdeutsch, und Sie geben frei oder lassen automatisch veröffentlichen. Bei BlogPilot stehen alle fünf Wege zur Verfügung, und die Wahl ist Teil der Einrichtung.

Was Sie vor dem Gespräch bereitlegen sollten

  1. Die Adresse Ihrer Website und das System, auf dem sie läuft, falls bekannt.
  2. Den Kontakt zur Person oder Agentur, die Zugriff auf Hosting und Domain hat.
  3. Die Antwort auf die Frage, ob eigene Entwickler zur Verfügung stehen.
  4. Den Namen der Person, die Beiträge freigeben wird.
  5. Eine Liste der Seiten, auf die Beiträge verlinken sollen: Leistungen, Produkte, Kontakt.

Mit diesen fünf Angaben lässt sich die passende Anbindung in einem Gespräch von fünfzehn Minuten festlegen, und die Einrichtung kann im Anschluss beginnen.

Häufige Fragen

Ich weiss nicht, auf welchem System meine Website läuft. Wie finde ich das heraus?

Fragen Sie die Person oder Agentur, die die Website gebaut hat, das ist der schnellste Weg. Alternativ hängen Sie an Ihre Adresse /wp-admin an: Erscheint ein Login, ist es WordPress. Wix und Shopify erkennt man meist an den Hinweisen im Quelltext oder an der Verwaltung, in der Sie sich einloggen.

Kann ich die Anbindung später wechseln?

Ja. Die Beiträge bleiben erhalten und lassen sich in ein anderes System übernehmen. Wichtig ist bei einem Wechsel nur, dass alte Adressen auf die neuen weitergeleitet werden, damit die Sichtbarkeit nicht verloren geht. Ein Wechsel von Wix auf WordPress oder vom gehosteten Blog in ein neues System ist ein normaler Vorgang.

Was, wenn meine Website auf TYPO3, Joomla, Webflow oder einem anderen System läuft?

Dann sind zwei Wege offen: der gehostete Blog, der per Proxy oder Subdomain unter Ihrer Domain erscheint, oder die Content-API, wenn ein Entwickler die Beiträge direkt in Ihr System einbauen soll. Für die meisten KMU ist der gehostete Blog der schnellere Weg, weil er ohne Entwicklung auskommt.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Bei WordPress, Wix und Shopify meist unter einer Stunde, weil nur Zugangsdaten hinterlegt werden. Beim gehosteten Blog kommt das Anpassen des Designs und ein Eintrag beim Hoster dazu, was je nach Rückmeldung des Hosters einige Tage dauern kann. Die Content-API hängt von der Verfügbarkeit Ihrer Entwickler ab.

Quellen

Marco Schulz · Gründer BlogPilot, Kreuzlingen · schreibt seit 2023 über Sichtbarkeit in Google und KI-Suche

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