SERP ist die Abkürzung für Search Engine Results Page, die Seite, die eine Suchmaschine nach Eingabe einer Suchanfrage anzeigt. Sie besteht heute aus mehreren Blöcken: KI-Übersicht, Anzeigen, Kartenpaket mit lokalen Betrieben, organische Ergebnisse, Bilder, Videos und weitere Fragen. Welche Blöcke erscheinen und in welcher Reihenfolge, hängt von der Suchanfrage ab und entscheidet darüber, wie sichtbar ein Unternehmen tatsächlich ist.
Was SERP bedeutet
Vor zwanzig Jahren bestand eine Suchergebnisseite aus zehn blauen Links. Heute ist sie eine Sammlung von Blöcken, die Google je nach Frage zusammenstellt. Für die Suche «Zahnarzt Wil» sieht sie völlig anders aus als für «Wie lange hält ein Implantat?».
Die wichtigsten Bestandteile im Jahr 2026:
- KI-Übersicht (AI Overview): Eine von Google erzeugte Zusammenfassung mit Quellenlinks, oft ganz oben. Erscheint bei vielen Fragen, nicht bei allen.
- Anzeigen: Bezahlte Treffer, mit «Gesponsert» markiert, oben und unten auf der Seite.
- Kartenpaket (Local Pack): Drei lokale Betriebe mit Karte, Bewertungen und Öffnungszeiten, gespeist aus dem Google Unternehmensprofil.
- Organische Ergebnisse: Die klassischen Treffer, die durch Inhalt und Relevanz dort stehen.
- Weitere Fragen (People also ask): Aufklappbare Fragen mit Kurzantworten aus Websites.
- Bilder, Videos, Shopping: Eigene Blöcke, wenn die Suche danach verlangt.
- Wissenspanel: Rechts der Kasten mit Fakten zu einem Unternehmen oder einer Person.
Welche Blöcke erscheinen, liest Google aus der Absicht hinter der Frage. Wer einen Betrieb in der Nähe sucht, bekommt die Karte. Wer etwas verstehen will, bekommt die KI-Übersicht und weitere Fragen.
Ein Beispiel aus dem KMU-Alltag
Ein Physiotherapeut in Frauenfeld steht für «Physiotherapie Frauenfeld» organisch auf Platz 2 und ist zufrieden. Beim Blick auf die echte Ergebnisseite zeigt sich: Darüber stehen zwei Anzeigen, dann das Kartenpaket mit drei anderen Praxen, dann erst die organischen Treffer. Auf dem Handy muss man zweimal scrollen, bis sein Eintrag erscheint.
Im Kartenpaket fehlt er, weil sein Unternehmensprofil unvollständig ist und nur vier Bewertungen hat. Nach drei Monaten Pflege des Profils und aktivem Sammeln von Bewertungen erscheint die Praxis im Kartenpaket, direkt unter den Anzeigen. Die Anfragen steigen deutlich, obwohl sich an der organischen Position nichts geändert hat.
Warum das für Ihr Unternehmen zählt
Die SERP zu kennen heisst, die eigene Sichtbarkeit realistisch einzuschätzen. Eine gute organische Position kann wenig wert sein, wenn darüber vier Blöcke stehen. Umgekehrt gibt es für jeden Block einen eigenen Weg hinein: das Unternehmensprofil für die Karte, klar strukturierte Antworten für die KI-Übersicht und die weiteren Fragen, gepflegte Bilder für den Bildblock.
Für lokale Betriebe ist die Karte meist der wichtigste Block. Was dafür zu tun ist, beschreibt die Seite zur lokalen SEO.
Häufige Missverständnisse
Die SERP ist kein fester Ort. Sie ändert sich mit jeder Suche, jedem Standort und jedem Gerät. «Wir sind auf Platz 3» stimmt immer nur für eine Frage, einen Ort und einen Zeitpunkt. Und: Nicht jeder Block ist für jede Firma erreichbar. Ein Shopping-Block erscheint nur bei Produktsuchen, ein Wissenspanel nur bei bekannten Namen.
Häufige Fragen
Was heisst Position 1, wenn darüber eine KI-Übersicht und drei Anzeigen stehen?
Position 1 bezeichnet den ersten organischen Treffer. Er kann auf dem Bildschirm aber erst nach mehrmaligem Scrollen erscheinen. Darum sagt die Position allein immer weniger über die Sichtbarkeit aus; wichtiger ist, welche Blöcke bei den eigenen Suchbegriffen vor dem organischen Bereich stehen.
Sieht jeder Nutzer dieselbe SERP?
Nein. Standort, Gerät, Sprache und frühere Suchen verändern die Ergebnisse. Ein Nutzer in St. Gallen sieht bei «Schreinerei» andere Betriebe als einer in Zürich. Prüfen Sie Ihre Sichtbarkeit darum im Inkognito-Modus und mit dem Standort Ihrer Kunden.
Wie komme ich in die verschiedenen Blöcke?
Das Kartenpaket speist sich aus dem Google Unternehmensprofil, die KI-Übersicht und die weiteren Fragen aus Seiten mit klaren Antworten, Bilder und Videos aus entsprechend gepflegten Medien. Für jeden Block gelten eigene Regeln; eine Website kann in mehreren gleichzeitig erscheinen.