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Stillen oder Flasche- Dein Weg, dein Baby, eure Ernährung

Viktoria Paris · 17. September 2026
Stillen oder Flasche- Dein Weg, dein Baby, eure Ernährung

Stillen: wertvoll und manchmal herausfordernd

Stillen gilt als eine der bedeutsamsten Formen der Ernährung und Bindung in den ersten Lebensmonaten Ihres Kindes. Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt und verändert sich mit jeder Wachstumsphase. Gleichzeitig ist Stillen eine Fähigkeit, die erlernt wird, sowohl von Ihnen als auch von Ihrem Kind. Schwierigkeiten in der Anfangszeit sind häufig und bedeuten nicht, dass Sie etwas falsch machen.

Als freiberufliche Hebamme begleite ich Frauen und Familien in Oberdiessbach und der Region durch genau diese intensive Zeit, einfühlsam, kompetent und ganz individuell auf Ihre Situation abgestimmt.

Die erste Zeit mit dem Neugeborenen: Was Sie erwartet

In den ersten Tagen nach der Geburt produziert Ihre Brust zunächst Kolostrum, die sogenannte Vormilch. Diese ist goldgelb, nährstoffreich und enthält wertvolle Antikörper. Zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Geburt setzt meist der Milcheinschuss ein, was von Spannungsgefühlen und Wärme begleitet werden kann. Genau in dieser Phase ist eine kompetente Begleitung besonders wertvoll.

Häufige Fragen in den ersten Tagen sind:

  • Trinkt mein Baby genug?
  • Ist die Anlageposition korrekt?
  • Was tun bei wunden Brustwarzen?
  • Wie erkenne ich, ob mein Kind satt ist?

Diese Fragen beantworte ich Ihnen im persönlichen Wochenbettbesuch, ruhig und ohne Zeitdruck.

Häufige Stillprobleme und was dahintersteckt

Wunde oder rissige Brustwarzen, Milchstau, Brustentzündung oder das Gefühl, zu wenig oder zu viel Milch zu haben, das alles sind Themen, die viele stillende Mütter kennen. Oft liegt eine Ursache in der Anlegetechnik oder der Stillposition. Manchmal spielen auch anatomische Besonderheiten beim Kind, wie ein verkürztes Zungenbändchen, eine Rolle.

Mit meiner regelmässigen Weiterbildung im Bereich Stillen erkenne ich solche Zusammenhänge frühzeitig und zeige Ihnen konkrete Lösungswege. Gemeinsam finden wir heraus, was Ihnen und Ihrem Baby guttut.

Stillen und Ernährung der Mutter

Ihr Körper leistet während der Stillzeit Ausserordentliches. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt nicht nur Ihre Milchproduktion, sondern auch Ihre eigene Regeneration nach der Geburt. Als Hebamme mit Weiterbildungen in Ernährungsthemen gebe ich Ihnen praxisnahe Empfehlungen, die sich in Ihren Alltag integrieren lassen, ohne dass Sie sich zusätzlich unter Druck setzen müssen.

Wenn Stillen nicht klappt oder nicht gewünscht ist

Nicht jede Frau kann oder möchte stillen, und das ist vollkommen in Ordnung. Wie Sie Ihr Baby ernähren, ist eine sehr persönliche Entscheidung, die zu Ihnen, Ihrem Kind und Ihrer individuellen Situation passen darf. Auch wenn Sie Ihr Baby mit Säuglingsnahrung ernähren, können Nähe, Geborgenheit und eine liebevolle Verbindung während der Mahlzeiten im Mittelpunkt stehen.

Als Fachkraft für formulaernährte Säuglinge begleite ich Sie einfühlsam und fachlich fundiert rund um die Ernährung mit der Flasche. Gemeinsam schauen wir, welche Säuglingsmilch zu Ihrem Baby passt, worauf Sie bei der Auswahl achten können und wie die Nahrung hygienisch und sicher zubereitet wird. Dabei ist mir wichtig, Ihnen Orientierung zu geben und Sie darin zu stärken, einen für Ihre Familie stimmigen und sicheren Weg zu finden.

Denn Flaschenernährung bedeutet weit mehr als nur, ein Baby satt zu machen. Auch mit der Flasche ist ein bedürfnisorientiertes, achtsames und bindungsförderndes Nähren möglich. Eine Möglichkeit dafür ist das sogenannte Paced Bottle Feeding. Dabei wird das Füttern bewusst an das Tempo und die Signale Ihres Babys angepasst. Ihr Kind bekommt ausreichend Zeit für Pausen und kann möglichst selbst mitbestimmen, wann es weitertrinken möchte und wann es satt ist.

Diese Art des Fütterns darf, ähnlich wie das Stillen, erst einmal gelernt und gemeinsam eingeübt werden. Ich zeige Ihnen in Ruhe, worauf Sie achten können: von einer geeigneten Haltung und dem Anbieten der Flasche über das Erkennen von Hunger- und Sättigungssignalen bis hin zu einem ruhigen und liebevollen Ablauf der Mahlzeiten.

Mein Ziel ist es, dass Sie sich im Umgang mit Säuglingsnahrung und Flasche sicher, gut informiert und wohl fühlen. Ohne Druck und ohne Bewertung begleite ich Sie dabei, Ihren eigenen Weg zu finden, damit die Mahlzeiten für Sie und Ihr Baby zu Momenten von Nähe, Vertrauen und Geborgenheit werden können.

Fazit

Stillen, wie das Paced Bottle Feeding ist ein Lernprozess, kein Selbstläufer. Mit der richtigen Begleitung kann es jedoch zu einer tiefen und erfüllenden Erfahrung werden.  

Wenn Sie rund um Oberdiessbach wohnen und Hebammenbegleitung im Wochenbett suchen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf. Schön, dass Sie da sind.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich mein Neugeborenes stillen?

Neugeborene trinken in der Regel acht bis zwölf Mal pro Tag, also alle zwei bis drei Stunden. Orientieren Sie sich dabei an den Hunger- und Sättigungssignalen Ihres Kindes, nicht an der Uhr. Eine Hebamme kann Ihnen helfen, diese Zeichen richtig zu deuten.

Was kann ich gegen wunde Brustwarzen tun?

Wunde Brustwarzen entstehen häufig durch eine ungünstige Anlegeposition oder eine unvollständige Aufnahme der Brustwarze durch das Baby. Überprüfen Sie gemeinsam mit Ihrer Hebamme die Stillposition und das Anlegen. Reines Lanolin oder Ihre eigene Muttermilch können zur Pflege der Haut beitragen.

Woher weiss ich, ob mein Baby genug Milch bekommt?

Ein zuverlässiges Zeichen ist die Anzahl nasser Windeln: Ab dem vierten Lebenstag sollten es mindestens fünf bis sechs pro Tag sein. Auch eine gute Gewichtszunahme nach dem physiologischen Gewichtsabfall in den ersten Tagen ist ein positives Zeichen. Ihre Hebamme überprüft dies bei den Wochenbettbesuchen regelmässig.

Welche Säuglingsmilch ist die richtige für mein Baby? 

Die Auswahl an Säuglingsnahrung ist gross und kann gerade zu Beginn schnell unübersichtlich wirken. Grundsätzlich wird von Geburt an eine Pre-Nahrung empfohlen. Sie ist in ihrer Zusammensetzung auf die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen abgestimmt und kann während des gesamten ersten Lebensjahres gegeben werden.

Unter folgende Link sehen sie die aktuellen Empfehlungen des FES- Instituts auf was bei der Auswahl einer Formula geachtet werden sollte:

https://fes-beratung.de/fuer-eltern/

Wie oft dar mein Baby die Flasche bekommen?

Auch bei der Flaschenernährung muss nicht jedes Baby nach einem starren Zeitplan trinken. Weder von der Menge noch von der Häufigkeit her. Jedoch ist eine Überfütterung bei der Flaschennahrung eher möglich daher ist es wichtig die Hunger und Sättigungszeichen eures Kindes zu erkenn und die Mahlzeiten möglichst bedürfnisorientiert zu gestalten.

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