Scaled Content Abuse ist eine Spam-Richtlinie, die Google im März 2024 eingeführt hat. Sie betrifft viele Seiten, die vor allem erzeugt werden, um Rankings zu beeinflussen, und Lesern wenig oder nichts bringen, unabhängig davon, ob Menschen, Maschinen oder beide sie erstellt haben. KI-Einsatz an sich ist laut Google kein Verstoss. Entscheidend sind Nutzen und Originalität der einzelnen Seite, nicht die Produktionsmethode.
Scaled Content Abuse ist der Name einer Spam-Richtlinie, die Google im März 2024 zusammen mit zwei weiteren Regeln eingeführt hat. Sie ist die eine Stelle in Googles Dokumentation, an der KI-Inhalte tatsächlich ein Risiko darstellen können. Wer einen Firmenblog mit KI betreibt, sollte deshalb genau wissen, was die Richtlinie sagt, und vor allem, was sie nicht sagt.
Was die Richtlinie besagt
Google beschreibt Scaled Content Abuse sinngemäss so: Es liegt vor, wenn viele Seiten erzeugt werden, deren Hauptzweck darin besteht, Rankings zu beeinflussen, und die Nutzern nicht helfen. Typisch ist eine grosse Menge an nicht originellem Inhalt mit wenig oder keinem Wert, und zwar unabhängig davon, wie er entstanden ist: durch Automatisierung, durch Menschen oder durch eine Kombination.
Drei Punkte daraus sind für KMU wichtig:
- Die Methode ist egal. Die Richtlinie hat die frühere Regel zu «automatisch generierten Inhalten» ersetzt. Google will nicht mehr beurteilen, ob eine Maschine geschrieben hat, sondern ob das Ergebnis nützt.
- Es geht um Masse ohne Wert. Das Wort «scaled» steht für Skalierung: viele Seiten, kein Nutzen. Ein einzelner schwacher Beitrag fällt nicht darunter.
- Der Zweck zählt. Seiten, die primär für Suchmaschinen gebaut sind, nicht für Leser.
Was Google als Beispiele nennt
Die Dokumentation führt unter anderem diese Fälle auf (Paraphrase):
- Mit generativen KI-Werkzeugen viele Seiten erzeugen, ohne Nutzern einen Mehrwert zu bieten.
- Inhalte aus Feeds, Suchergebnissen oder anderen Quellen abgreifen und als eigene Seiten ausgeben.
- Inhalte verschiedener Seiten zusammenfügen oder leicht verändern, ohne Mehrwert.
- Mehrere Websites betreiben, um das Ausmass der Skalierung zu verschleiern.
- Viele Seiten erzeugen, deren Inhalt für Leser wenig oder keinen Sinn ergibt.
Keines dieser Beispiele beschreibt einen Firmenblog, der wöchentlich eine Kundenfrage beantwortet. Alle beschreiben Websites, die Masse statt Antworten produzieren.
Die Abgrenzung: erlaubt oder nicht
| Vorgehen | Interprétation |
|---|---|
| Ein Beitrag pro Woche zu einer echten Kundenfrage, mit Angaben aus dem Betrieb, geprüft und freigegeben | Kein Verstoss. Google bewertet KI-Inhalte nach denselben Kriterien wie andere. |
| Derselbe Beitrag in zwanzig Varianten für zwanzig Ortsnamen, nur der Ort ist ausgetauscht | Risiko. Masse ohne eigenen Wert pro Seite. |
| Hundert Glossarseiten mit je drei Sätzen aus dem Lexikon | Risiko. Nicht originell, kein Mehrwert. |
| Beiträge, die Konkurrenz-Texte umformulieren | Risiko. Zusammengefügter oder leicht veränderter Inhalt. |
| Zwanzig Beiträge zu zwanzig verschiedenen Fragen aus der Search Console, jeder mit eigenem Beispiel | Kein Verstoss, auch wenn alle mit KI entstanden sind. |
Die Tabelle zeigt, dass die Grenze nicht beim Werkzeug verläuft. Sie verläuft zwischen «jede Seite beantwortet etwas Eigenes» und «jede Seite ist eine Kopie mit anderem Etikett». Was Google unter hilfreichen Inhalten versteht, beschreibt die Seite Hilfreiche Inhalte im Detail.
Fünf Prüffragen für den eigenen Blog
- Hat jeder Beitrag eine eigene Frage? Wenn zwei Beiträge dieselbe Suchabsicht bedienen, ist einer überflüssig. Zusammenlegen.
- Steht in jedem Beitrag mindestens eine Angabe, die nur aus Ihrem Betrieb stammen kann? Ein Preis, ein Projekt, ein regionaler Hinweis, eine Erfahrung. Fehlt das, ist der Beitrag austauschbar.
- Würden Sie den Beitrag einem Kunden am Telefon vorlesen? Wenn Ihnen dabei unwohl wäre, ist er für Google geschrieben, nicht für Menschen.
- Entsteht die Menge aus Fragen oder aus Varianten? Zwölf Beiträge aus zwölf Kundenfragen sind in Ordnung. Zwölf Beiträge aus einer Frage und zwölf Ortsnamen sind ein Muster, das Google ausdrücklich beschreibt.
- Hat jemand den Beitrag vor der Veröffentlichung gelesen? Nicht, weil Google das verlangt, sondern weil ungelesene Beiträge die ersten sind, die keinen Nutzen haben.
Wer alle fünf Fragen mit Ja beantwortet, bewegt sich innerhalb dessen, was Google ausdrücklich erlaubt. Wie die Freigabe im automatisierten Ablauf eingebaut wird, zeigt Blog automatisieren.
Was Google ausdrücklich erlaubt
Schon im Februar 2023 hat Google festgehalten, dass der Einsatz von KI oder Automatisierung an sich nicht gegen die Richtlinien verstösst, solange der Inhalt nicht primär dazu dient, Rankings zu manipulieren. Automatisierung wird dort als legitimes Mittel genannt, etwa für Sportergebnisse oder Wetterberichte. Die Richtlinie von 2024 ändert daran nichts, sie präzisiert nur, wo die Grenze liegt. Eine kürzere Antwort auf die Frage, ob KI-Texte abgestraft werden, finden Sie unter Wird KI-Text von Google abgestraft?.
Ce que vous pouvez en faire
La directive n'est pas une menace pour un blog d'entreprise bien géré, mais un critère. Elle oblige à limiter chaque article à une question, à le remplir avec des informations de l'entreprise et à le relire avant publication. Ceux qui font cela n'ont pas à s'inquiéter du Scaled Content Abuse. Ceux qui misent sur la quantité risquent non seulement un déclassement, mais surtout un site où personne ne trouve rien.
Questions fréquentes
À partir de combien d'articles par semaine un blog est-il considéré comme du Scaled Content Abuse ?
Google ne donne pas de chiffre. La directive se base sur le but et l'utilité, pas sur la quantité. Un blog avec sept articles utiles par semaine n'est pas une infraction, un blog avec un article inutile par semaine n'est pas du spam, mais n'apporte rien non plus.
Comment savoir si Google a déclassé mon site à cause du Scaled Content Abuse ?
En cas de mesure manuelle, un message apparaît dans la Google Search Console sous « Mesures manuelles ». Les déclassements algorithmiques ne sont pas signalés, ils se manifestent par une chute des impressions et des clics. Sans message, il est impossible de dire avec certitude si cette chute est liée à la directive.
Un blog d'entreprise automatisé avec un article par semaine est-il en danger ?
Non, si chaque article répond à une question client et contient des informations de l'entreprise. Les sites en danger sont ceux qui génèrent des centaines de pages interchangeables pour chaque variante géographique ou synonyme. Le critère est de savoir si un lecteur trouve sur chaque page quelque chose qu'il n'a pas ailleurs.
La directive s'applique-t-elle aussi aux textes écrits en masse par un humain ?
Oui. Google a expressément formulé la directive pour que la méthode de production n'ait pas d'importance. L'ancienne règle sur les contenus générés automatiquement a été remplacée. Une équipe de rédacteurs qui livre cent pages identiques est concernée au même titre qu'une machine.